Ticker von Sonntag (30.08.2020) zum Nachlesen

  • Karnevalszug in Köln-Zollstock abgesagt
  • Reaktionen auf Berliner Demo
  • Weniger schwere Corona-Fälle in Deutschland
  • Gesundheitsminister Spahn rät zur Grippeimpfung
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker
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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Karnevalszug in Köln-Zollstock abgesagt

In Köln gibt es die erste Absage eines Karnevalsumzuges. Wie der WDR erfuhr, wird der Dienstagszug in Köln-Zollstock im kommenden Jahr ausfallen. Von den 1.000 Teilnehmern des Zuges sind rund 80 Prozent Kinder und Jugendliche. Denen sei das Risiko einer Teilnahme in Corona-Zeiten nicht zuzumuten, sagen die Veranstalter vom Zollstocker Umzug.

In diesen Tagen hätte der Wagen-und Kostümbau begonnen werden müssen. Und natürlich Wurfmaterial bestellt werden. Alles in allem ein finanzielles Risiko von rund 13.000 Euro laut Veranstalter.

Reaktionen auf die Berliner Demo

Politiker haben bestürzt auf die Ereignisse am Berliner Reichstag reagiert. Mehrere Zehntausend Menschen hatten gestern in Berlin gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert.

Während der Großteil friedlich demonstrierte, hatten einige Demonstranten am Abend eine Absperrung am Reichstagsgebäude in Berlin durchbrochen und waren auf die Reichstagstreppe gerannt. Bei einigen Demonstranten waren auch die von Reichsbürgern und Rechtsextremen gerne verwendeten schwarz-weiß-roten Reichsflaggen zu sehen.

Reichskriegsflagge - welche Version ist erlaubt, welche verboten?

Das Tragen und Verbreiten der schwarz-weiß-roten Reichskriegsflagge des NS-Regimes (mit Hakenkreuz) ist laut Bundesamt für Verfassungsschutz verboten und strafbar. Erlaubt sind hingegen andere Versionen von schwarz-weiß-roten Reichsflaggen ohne das Hakenkreuz.

Die Nationalsozialisten betrieben einen regelrechten Fahnenkult. Daran knüpfen Neonazis heutzutage an. Auch heute demonstrieren Rechtsextreme ihre Gesinnung in der Öffentlichkeit mit bestimmten Symbolen - wie zum Beispiel der Reichskriegsflagge. Für die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung ist die Reichskriegsflagge weiterhin "Symbol nationalsozialistischer Anschauungen und/oder von Ausländerfeindlichkeiten.

"Beschämend" und "ekelhaft" nannten Politiker den Angriff. "Nazisymbole, Reichsbürger und Kaiserreichflaggen haben vor dem Deutschen Bundestag rein gar nichts verloren", so SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz.

Rund 300 Menschen wurden bei der Berliner Demonstration festgenommen. "Es war erwartbar, was passiert ist", sagte der Berliner Innensenator Andreas Geisel am Samstagabend in den ARD-"Tagesthemen".

Weniger schwere Corona-Fälle in Deutschland

Unter den Corona-Infizierten in Deutschland gibt es gerade weniger schwere Fälle als noch vor sechs Wochen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts haben sich die Infektionszahlen zwar vervierfacht.

Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 ins Krankenhaus müssen, ist aber etwa gleich geblieben. Aus Sicht des Instituts liegt das auch daran, dass derzeit viele Jüngere infiziert sind.

Gesundheitsminister Spahn rät zur Grippeimpfung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rät unter den aktuellen Voraussetzungen zur Grippeimpfung: "Gleichzeitig eine größere Grippewelle und die Pandemie kann das Gesundheitssystem nur schwer verkraften. Deswegen haben wir diesmal zusätzlichen Grippeimpfstoff besorgt. Jeder, der sich und seine Kinder impfen lassen will, sollte und kann das tun", sagte er der "Welt am Sonntag".

Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) empfiehlt Eltern ebenfalls, ihre Kinder in diesem Herbst gegen Grippe impfen zu lassen. "Wir wissen, dass Kinder den Influenza-Virus maßgeblich übertragen", sagte DGPI-Vorsitzender Johannes Hübner der Zeitung.

Weltfußballer Messi lässt Corona-Test sausen

Lionel Messi ist beim FC Barcelona dem obligatorischen Coronatest ferngeblieben, das berichten spanische Medien. Damit dürfte der 33-jährige Argentinier auch nicht an der ersten Trainingseinheit zur Vorbereitung auf die neue Saison teilnehmen.

Nach dem verpassten Test ist das laut den Sicherheitsregeln verboten. Der Test- und Trainingsboykott verschärft den Konflikt zwischen Profi und Verein. Messi will den spanischen Vizemeister aus Katalonien ablösefrei verlassen.

Metropolitan Museums in New York wieder geöffnet

Nach monatelanger Schließung wegen der Corona-Pandemie hat das berühmte Metropolitan Museum of Art in New York feierlich wiedereröffnet. Hunderte Besucher standen am Samstag an den Eingängen zu dem Museum Schlange. Aus Infektionsschutzgründen galt eine Maskenpflicht. Besuchern wurde zudem die Temperatur gemessen. Besucher müssen den Ausstellungen nun nach dem Einbahnstraßen-Prinzip folgen und Tickets sind an ein bestimmtes Zeitfenster geknüpft.

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