Ticker vom Sonntag (14.06.2020) zum Nachlesen

  • Mehrheit steht hinter Lockerungen
  • Spanien öffnet Grenzen bereits in einer Woche
  • Spahn mahnt Deutsche zur Vorsicht
  • Corona-Warn-App startet am Dienstag
  • Alle Entwicklungen hier im Corona-Live-Ticker
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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Umfrage: Mehrheit sieht Lockerung von Corona-Auflagen positiv

In NRW ist einer repräsentativen Umfrage zufolge eine Mehrheit mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen im Bundesland zufrieden. Eine Mehrheit von 60 Prozent der Befragten findet den Umfang der Erleichterungen alles in allem richtig, so das WDR-Fernsehmagazin "Westpol" am Sonntag. Den sogenannten NRW-Trend hatte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag von Westpol vom 8. bis 9. Juni erhoben und 1.001 Wahlberechtigte telefonisch befragt.

Allerdings wird die Entscheidung der schwarz-gelb geführten Landesregierung unter Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), die Grundschulen noch vor den Sommerferien wieder vollständig zu öffnen, mit einer knappen Mehrheit abgelehnt. Nach Ansicht von 52 Prozent der Wahlberechtigten hätte man damit bis nach den Sommerferien warten sollen. 40 Prozent finden die Entscheidung hingegen richtig.

Spanien öffnet Grenzen bereits in einer Woche

Spanien will seine Grenzen früher als geplant für Reisende aus der EU öffnen. Mit Ausnahme von Portugal fielen die Grenzkontrollen gegenüber allen EU-Ländern ab dem 21. Juni weg, erklärte Regierungschef Pedro Sánchez am Sonntag (14.06.2020) in einer Fernsehansprache. Für Portugal bleiben die Kontrollen demnach bis zum 1. Juli bestehen, wie es ursprünglich auch für alle anderen EU-Länder geplant war.

Am 21. Juni endet der wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausnahmezustand in Spanien. Spanien war zeitweise eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder der Welt. Über mehrere Wochen galt eine strikte Ausgangssperre. Auf die Balearen sollen die ersten deutschen Touristen bereits ab Montag wieder reisen dürfen. Im Zuge eines Pilotprojekts sollen nach Angaben der Regionalregierung in Palma de Mallorca fast 11.000 deutsche Urlauber einreisen.

Spahn mahnt Deutsche vor Grenzöffnungen zur Vorsicht

Kurz vor der Wiederöffnung der meisten Grenzen in Europa und angesichts der bevorstehenden Urlaubszeit hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Deutschen eindringlich zur Vorsicht ermahnt. Grundsätzlich solle sich wegen der andauernden Corona-Gefahr jeder überlegen, ob eine weite Reise mit dem Flugzeug oder der Bahn jetzt unbedingt nötig sei, sagte Spahn am Sonntagabend im "Bericht aus Berlin". Auf jeden Fall solle das Abstandsgebot eingehalten und etwa im Zug oder im Flugzeug eine Schutzmaske getragen werden.

Corona-Warn-App startet am Dienstag

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird am Dienstag vorgestellt und freigeschaltet. Das erfuhr die dpa heute in Berlin. Letzte Tests seien gut verlaufen, hieß es.

Noch vor wenigen Tagen hatten sich Wissenschaftler kritisch über die Sicherheit der App geäußert. Demnach könnten durch eine Schwachstelle an der Schnittstelle zwischen dem Programm und den Betriebssystemen der Smartphones von Apple und Google Bewegungsprofile der Nutzer erstellt werden.

Kölner Mediziner Hallek kritisiert Lockerungen

Einen Tag bevor weitere Lockerungen in der Corona-Schutzverordnung in Kraft treten, hat der Direktor der Klinik I für Innere Medizin an der Uniklinik Köln, Prof. Dr. Michael Hallek, den Schritt der Landesregierung kritisiert. Auf seinem Twitter-Account teilte Hallek eine Corona-Studie aus Japan und schrieb dazu auf Englisch: "Um zukünftige Ausbrüche zu verhindern, müssen wir möglicherweise nur einige Dinge ändern (insbesondere das Vermeiden von Aktivitäten in Innenräumen mit unkontrollierter, schwerer Atmung in unmittelbarer Nähe)."

Das Land NRW erlaubt ab Montag (15.06.2020) unter anderem wieder nicht kontaktfreien Sport in geschlossenen Räumen mit bis zu zehn Menschen.

75 neue Corona-Infektionen in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Corona-Infizierten binnen eines Tages um 75 gestiegen. Aktuell seien 1.563 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums vom Sonntag hervorgeht. Zwei Menschen starben. Die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg somit auf 1.645. Seit Beginn der Pandemie sind im bevölkerungsreichsten Bundesland 39.231 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. 36.023 Menschen haben die Infektion überstanden.

Neuer Corona-Ausbruch in China

Der erste größere Corona-Ausbruch in Peking seit Beginn der Pandemie sorgt für Nervosität. In der chinesischen Hauptstadt Peking wurden innerhalb von 24 Stunden rund 57 Neuinfektionen mit dem Coronavirus festgestellt. Das ist der größte Anstieg an bestätigten Neuinfektionen seit zwei Monaten.

Gestern hatten die Behörden in Peking wegen eines neuen Infektionsherds mehrere Wohngebiete abgeriegelt. Jetzt wächst in China die Furcht vor einem erneuten größeren Ausbruch des Coronavirus. Das Ursprungsland des neuartigen Coronavirus hatte die Ausbreitung des Erregers durch strikte Ausgangsbeschränkungen eigentlich weitgehend unter Kontrolle gebracht.

Lehrerverband fordert wöchentliche Corona-Tests

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat angekündigt, dass die Schulen nach den Sommerferien wieder mit einem "normalen "Regelbetrieb" starten sollen. Genaue Pläne, wie dieser Regelbetrieb ablaufen soll, gibt es aber offenbar noch nicht.

Der Deutsche Lehrerverband fordert jetzt, dass die Lehrkräfte einmal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden, auch wenn keine Krankheitssymptome vorliegen. Die Forderung ist nicht neu. Ob und wie sie umgesetzt werden soll, hängt vom jeweiligen Bundesland ab. Viele planen nur stichprobenartige Tests.

Bundesregierung plant Hilfsprogramm zum Erhalt von Ausbildungsplätzen

Die Bundesregierung erwägt ein millionenschweres Hilfsprogramm zum Erhalt von Ausbildungsplätzen. Die Kosten für die Umsetzung des Programms "Ausbildungsplätze sichern" werden auf 500 Millionen Euro geschätzt, wie aus einem Eckpunktepapier hervorgeht, das der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorlag. Es sollen kleinere und mittlere Unternehmen unterstützt werden, die erheblich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen sind. Sie sollen Zuschüsse erhalten, wenn sie das Ausbildungsniveau halten oder ausbauen. "Wir müssen verhindern, dass die Covid19-Krise zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen und der Fachkräftesicherung wird", heißt es in dem Papier. Mit dem Programm sollten Ausbildungsbetriebe in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation unterstützt und motiviert werden, ihr Ausbildungsplatzangebot aufrecht zu erhalten.

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