Rund 180 Menschenturmbauer des Menschenturmvereins Castellers de la Vila de Gracia aus Kölns Partnerstadt Barcelona bauen einen katalanischen Castells

Menschenpyramide: Katalanische Tradition vor dem Kölner Dom

Stand: 06.06.2022, 17:06 Uhr

Vor dem Kölner Dom haben am Pfingstmontag rund 200 Sportler aus Barcelona haushohe Menschentürme gebildet. Die Tradition der "Castells" gehört zum immateriellen Unesco-Weltkulturerbe.

Mitglieder des Menschenturmvereins Castellers de la Vila de Gràcia aus Kölns Partnerstadt Barcelona kletterten in verschiedenen Formationen meterhoch aufeinander. Die Aktion auf Initiative des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Barcelona sollte den Zusammenhalt der Menschen aus den Partnerstädten symbolisieren, wie die Stadt Köln mitteilte.

Menschenturm vor dem Kölner Dom

Hoher Besuch aus Katalonien: Vor der Kulisse des Kölner Doms haben am Pfingstmontag rund 200 "Castellers" aus Barcelona einen Turm gebaut - aus Menschen.

Rund 180 Menschenturmbauer des Menschenturmvereins Castellers de la Vila de Gracia aus Kölns Partnerstadt Barcelona bauen einen katalanischen Castells

Das Errichten von hohen Menschenpyramiden, den "Castells", ist in Katalonien ein sportlicher Wettkampf, der auf vielen Festen ausgetragen wird. Erstmals gab es die Tradition auch in Köln zu sehen - der Partnerstadt von Barcelona.

Das Errichten von hohen Menschenpyramiden, den "Castells", ist in Katalonien ein sportlicher Wettkampf, der auf vielen Festen ausgetragen wird. Erstmals gab es die Tradition auch in Köln zu sehen - der Partnerstadt von Barcelona.

Ganz ohne lautstarke Kommandos würde das fragile Gebäude wohl schnell wieder einstürzen. Beim Verein "Castellers de la Vila de Gràcia" sorgen Ordner am Boden für eine gute Statik.

Nach und nach gewinnt der Turm an Höhe: Auch einige Mitglieder des Karnevalsvereins "Altstädter Köln" bauen den Turm mit. Die Karnevalisten hatten bereits 2019 Barcelona besucht, um den Katalanen den rheinischen Karneval näher zu bringen.

Für die Zuschauer auf der Domplatte ist es auf jeden Fall eins: gute Unterhaltung. Für die Katalanen sind die Castells aber viel mehr als nur Gaudi. Seit 2010 gehören die Menschenpyramiden zum Immateriellen Weltkulturerbe der Unesco.

Bis zu zehn "Stockwerke" können Castells in die Höhe wachsen: In Köln wurde es nicht ganz so hoch. Weil einsetzender Regen den Halt der Sportler gefährdete, zogen die Castellers in den Dom um - und bauten dort einen neuen Menschenturm.

Unterstützt wurden die katalanischen Turmbauer von einigen zuvor eingewiesenen Mitgliedern des Karnevalsvereins "Altstädter Köln". Diese hatten 2019 Barcelona besucht, um den Menschen dort den rheinischen Karneval zu präsentieren, der ebenfalls Weltkulturerbe-Status hat.

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