Eine Hand im Handschuh neben mehreren Goldbarren.

Gescheiterter Goldverkauf: Vier Menschen sitzen Betrügern auf

Stand: 21.05.2024, 13:58 Uhr

Durch eine dreiste Betrugsmasche haben vier Menschen in Aachen viel Geld verloren. Sie wollten über ein Online-Portal Goldbarren verkaufen.

Über ein Kauf- und Verkaufsportal im Internet hatten zwei Frauen und zwei Männer aus Soest, alle im Alter zwischen 47 und 59 Jahren, Kontakt zu einem potenziellen Käufer aufgenommen.

Die Übergabe der Goldbarren sollte am Freitagabend in einem Hotel an der Aachener Monheimsallee stattfinden.

Während des Verkaufsgesprächs gelang es dem vermeintlichen Käufer, abzulenken und die Box mit den Goldbarren gegen eine identisch aussehende Box mit wertlosem Inhalt auszutauschen - ohne, dass die Verkäufer etwas bemerkten.

Schaden liegt im sechstelligen Bereich

Unter dem Vorwand, das vereinbarte Geld zu holen, ließ der Mann die vier Soesterinnen und Soester mit einem Karton voller wertloser Gewichte zurück. Der Unbekannte flüchtete unbemerkt mit Gold im Wert eines sechsstelligen Geldbetrags.

Die Polizei fahndet jetzt nach ihm. Der Mann ist etwa 1,70 Meter groß, schlank und schätzungsweise 70 Jahre alt. Er hat dunkelgraue, kurze Haare und einen dunkelgrauen, stoppeligen Bart. Zur Tatzeit trug er einen dunklen Hut, ein dunkles, kariertes Wollsakko und schwarze Strickhandschuhe, aus denen die Fingerkuppen herausschauten.

Der Unbekannte sprach kaum Deutsch, sondern Englisch mit Akzent.

Polizei: Wertvolle Gegenstände auf offiziellem Weg verkaufen

Die Polizei rät, wertvolle Gegenstände nur über offizielle Wege zu verkaufen - auch wenn dabei möglicherweise weniger Geld beim Verkauf erzielt wird. Außerdem sollten Verkäufer Treffen in Hotels oder Gaststätten vermeiden.

Quelle:

Über dieses Thema berichten wir am 21.05.2024 auch in der WDR Lokalzeit aus Aachen im Hörfunk.