Eet Smakelijk: Guten Appetit in Dordrecht

Lecker an Bord Staffel 6, Folge 6 10.10.2022 44:26 Min. UT Verfügbar bis 10.10.2023 WDR Von Christina König, Anja Montag

„Lecker an Bord“ – die kulinarische Sommerreise 2022

Eet Smakelijk - Guten Appetit in Dordrecht

Stand: 12.09.2022, 15:14 Uhr

Großes Finale im Stadthafen von Dordrecht! Letzter Ankerpunkt der Sommerroute an der Maas ist die malerische Altstadt des kleinen Städtchens. Eine besondere Kulisse für den emotionalen Abschieds-Abend mit lecker Essen aus der Region ...

Ein Höhepunkt für Björn ist der Besuch bei Tomasu, einer Soja-Brauerei im Süden Rotterdams, die ihre Sauce ausschließlich aus den selbst angebauten Bohnen gewinnt.
Frank ist heute in besonderer Mission unterwegs. Mit einer Reise ans Meer möchte er Skipper Heinz- Dieter endlich seinen langersehnten Fisch besorgen. Bei Küstenfischerfamilie Bout darf Frank an Bord.

Björn sucht außerdem nach dem besten Gouda für seine Toasties und wird in der kleinen Gemeinde Oosterhout fündig. Im Familienbetrieb De Driehoek hilft Björn Anke Wismans bei der Käsepflege und treibt mit ihr Kühe auf die saftigen Wiesen der Abtei.

Tot ziens Nederland!

Heute heißt es: Auf Wiedersehen Niederlande! Eine tolle Reise geht zu Ende. Auf ihrer kulinarische Tour auf und entlang der Maas haben Björn Freitag und Frank Buchholz viele Menschen kennengelernt, die mit Herzblut großartige Lebensmittel herstellen.

Björn Freitag und Frank Buchholz in Dordrecht.

Und auch auf der letzte Etappe warten noch einige schöne Begegnungen und leckere Entdeckungen auf die beiden Köche ...

Und auch auf der letzte Etappe warten noch einige schöne Begegnungen und leckere Entdeckungen auf die beiden Köche ...

Die „unaone“ steuert ihren letzten Hafen an. Festgemacht wird kurz vor Rotterdam in der alten Hafenstadt Dordrecht. Von hier aus suchen die beiden Köche ein letztes Mal nach handgemachten und regionalen Lebensmitteln für ein köstliches Essen an Bord.

Björn Freitag macht sich mit seinem E-Bike auf Richtung Rotterdam. Vor den Toren der Stadt bauen vier Niederländer auf rund sieben Hektar Land ihre eigenen Sojabohnen an, aus der sie dann Sojasauce brauen. Mitten in Rotterdam befindet sich ihre Manufaktur „Tomasu“. Hier entsteht dann aus den Bohnen  die Sojasauce - in vielen Arbeitsschritten und nach alter Tradition.

Vom Anbau der Sojabohnen bis zur fertigen Sauce in der Flasche dauert der Prozess insgesamt rund vier Jahre, erklärt Gründer Thomas Uljee dem Koch. Björn darf beim „Kämmen“ der Sojabohnen und beim Umrühren des Moromi - der Maische – helfen.  Die Verkostung der fertigen Sojasaucen ist ein Highlight – nicht vergleichbar mit der Sojasauce aus dem Supermarkt, befindet der Koch.

Frank radelt mit seinem E-Bike Richtung Meer. Denn heute soll es endlich Fisch geben - und zwar selbstgefangen! Im kleinen Küstendorf Stellendam leben die meisten Familien seit Generationen vom Fischfang. So auch Job Bout und sein Sohn Sjaak. Die beiden fahren jeden Tag zusammen raus aufs Meer. Sie haben zwei Schiffe, das „Mutterschiff“ und ihr kleineres Fangboot. Es ist ein kleiner Familien-Betrieb und das ganz bewusst. Denn sie möchten im Einklang mit dem Meer fischen. In kleinen Mengen fangen sie daher auf traditionelle Weise heimische Fische wie Meeräsche und Wolfsbarsch.

Frank Bucholz begleitet die beiden auf ihrem Fischkutter und hilft mit beim Ausbringen und Einholen der Netze. Die Ausbeute ist gut! Für das Essen am Abend sucht er sich einen prächtigen Wolfsbarsch aus. Außerdem gibt es noch Bottarga – ein Spezialität aus dem Rogen von der Meeräsche.

Björn Freitag ist zum Abschluss der Reise auf dem Weg nach Oosterhout. Am Fuße der St.Pauls Abtei befindet sich hier die kleine Käsemanufaktur „De Driehoek“ der Familie Wismans. Anke hat vor einigen Jahren gemeinsam mit ihrem Bruder den kleinen Milchviehbetrieb ihrer Eltern übernommen. Die rund 60 Milchkühe grasen rund um das alte Kloster. Die frische Milch wird gleich nebenan in der kleinen Käsemanufaktur verarbeitet.

Ankes Lebensgefährte Maarten ist hier der Käsemeister. Nur zwei Käsesorten werden hier hergestellt: ein traditioneller Gouda – mit verschiedenen Kräutern. Und „Benedikt“ - ein roter Käse.
Die Käselaibe brauchen viel Aufmerksamkeit: In den ersten beiden Wochen muss jeder einzelne Laib täglich gewendet, gereinigt und beschichtet werden. Gelagert werden die Käseschätze im alten Abteikeller - ob zwei Wochen jung oder über zwei Jahre gereift. Björn kostet, und entscheidet sich für einen mittelalten Gouda. Denn am Abend soll es an Bord Toasties geben. Ein typisch niederländischer Snack, bei dem Käse die Hauptrolle spielt.

Ein letztes Mal: Guten Appetit & Eet smakelijk!
Zurück an Bord beginnen die Vorbereitungen für das Dinner zum Finale. Der Abschied fällt der Mannschaft sichtlich schwer.
Zur Vorspeise gibt es Gouda-Toasties mit einem Soja-Tomatenchutney und gerösteten Currynüssen, Hauptgericht ist Wolfsbarsch im Salzmantel vom Grill, dazu Pasta in Sahnesauce mit Bottarga von der Meeräsche.

Ein „lecker“ Sommer an und auf der Maas – ein perfekter Urlaub gleich nebenan.
Die Maas - der längste Nebenfluss des Rheins – fließt von Frankreich nach Belgien weiter an der niederländischen Grenze zu Nordrhein- Westfalen entlang – immer Richtung Nordsee. An den Flussufern liegen verwunschene Naturparks, romantische Hafenstädtchen und jede Menge Bauernhöfe.