Niederrheinische Küche - Herzhaft, kräftig und einfach gut

Niederrheinische Küche - Herzhaft, kräftig und einfach gut

Von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer

Die Region Niederrhein ist eher eine flache Landschaft, die sich nördlich von Köln und westlich einer Linie Düsseldorf - Duisburg bis an die holländische Grenze erstreckt. 

Freie Sicht bis zum Horizont, knorrige Kopfweiden, pappelgesäumte Landstraßen, lang gestreckte Felder, bestens für Gemüse- und Ackerbau geeignet. Der Spargel vom Niederrhein ist berühmt, auch die Kartoffeln, die in dem sandigen Boden ebenfalls gut gedeihen, und die Äpfel aus der Grafschaft - und das schwarze Rüben- oder Apfelkraut. Man züchtet am Niederrhein Fische, Lämmer und auch Gänse, deren Eier eine begehrte Spezialität sind.

Letztere haben die beiden Fernsehköche Martina und Moritz mitgebracht und servieren sie als ganz besonderes Rührei sowie mit roter Bete als verführerische Vorspeise. Sie bereiten Miesmuscheln zu - natürlich auf niederrheinische Art. Es gibt Kartoffel-Stampes mit Endivie und kross gebratenen Schweinebauch, außerdem knusprige Speckpfannkuchen aus Buchweizenmehl und am Ende einen fabelhaften Wirsingauflauf, der in einer Springform gebacken wird und fast wie eine Torte aussieht. Natürlich ist auch etwas Süßes dabei: knusprige Apfelpüfferkes, von denen man nicht genug kriegen kann...

Gänseeier

Gänseeier

Sie haben hier am Niederrhein Tradition und schmecken kräftiger, markanter als Hühnereier. Und es ist kaum zu verstehen, warum sie am Niederrhein ein selbstverständlicher Genuss sind, aber im übrigen Deutschland gar nicht bekannt ist, dass man sie überhaupt essen kann. Die Legegänse legen in der Zeit zwischen Oktober und Mai etwa 40 bis 60 Eier, die jeweils rund 200 Gramm wiegen.

Man kann sie im Grunde wie Hühnereier verwenden, also kochen (circa zehn Minuten), braten, als Rührei verwenden oder damit backen. Biskuit und Rührteig werden damit besonders locker und schön gelb. Weil die Gänse als Herden auf Wiesen gehalten werden und nicht in Massenzucht im Stall, sind sie in jedem Fall gesünder und besser als "normale" Hühnereier.

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Stand: 26.01.2018, 12:00