Mutter mit Baby im Princess Christian Hospital in Sierra Leone.

Mütter in Not: Wie können wir helfen?

Die Chancen auf ein sicheres und gesundes Leben sind immer noch ungleich verteilt. In vielen Regionen treffen Krisen und Katastrophen besonders Mütter, Frauen und Kinder. Wie können wir ihnen helfen? Was möchten Sie über diese Aktion und die Hilfe erfahren? Rufen Sie uns an im WDR 5 Tagesgespräch!

Bis 2030 soll es gerecht zugehen zwischen den Geschlechtern – und zwar weltweit. So steht es in den UN-Nachhaltigkeitszielen. Doch nicht nur, dass die wenigsten Länder auf einem guten Weg dorthin sind. Krisen wie die Auswirkungen des Klimawandels, die Pandemiefolgen, Kriege und Naturkatastrophen verstärken diese Ungleichheit sogar noch. Die Leidtragenden in Krisenregionen sind nämlich besonders Frauen und Mütter. Sie verlieren schützende Strukturen, verlieren als Erste ihre Arbeit und Mädchen die Möglichkeit des Schulbesuchs. Frauen sind oft zugleich gebunden durch Kindererziehung, Versorgung von Angehörigen und damit auf sich alleine gestellt.

Das hat ganz konkrete Folgen. Laut UN verdoppelt sich in Krisengebieten beispielsweise die Müttersterblichkeit. Frauen und Mädchen sterben dort generell statistisch jünger, und die Gefahr, Opfer von sexualisierter Gewalt zu werden, steigt ebenfalls. Das liegt auch daran, dass es in der humanitären Hilfe noch längst keine Selbstverständlichkeit ist, die Bedürfnisse von Frauen und Kindern spezifisch in den Blick zu nehmen.

Deshalb unterstützt der WDR die Charity-Aktion "Der Westen hilft: Gemeinsam für Mütter in Not". Zusammen mit der "Aktion Deutschland Hilft" werden in der Adventszeit Spenden für Mütter- und Frauenprojekte in den Krisenregionen der Welt gesammelt. Mit dem Geld werden ausgewählte Projekte der Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" unterstützt. Die Projekte werden auf dem afrikanischen Kontinent, in Süd- und Mittelamerika, Südostasien und dem Nahen Osten umgesetzt. Einen Schwerpunkt gibt es auch in Europa mit der Ukraine. Insgesamt beteiligen sich 20 Organisationen mit 37 Hilfsprojekten an der Aktion. So ist sichergestellt, dass die Spendengelder in allen Regionen der Welt eingesetzt werden und zielgerichtet Frauen und Mädchen zugutekommen.

In den Nachrichten aus Krisengebieten sehen wir Frauen und Mütter, die im Scherbenhaufen des Krieges und der Katastrophen das Überleben der Familien sichern. Wird es Zeit, die Hilfe den Müttern zu geben? Engagieren Sie sich vielleicht selbst für Mütter und Frauen in Kriegs- und Krisengebieten? Haben Sie Erfahrungen in anderen Ländern, etwa in der Entwicklungszusammenarbeit oder der Krisenhilfe, gemacht?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).

Gast: Manuela Roßbach, Geschäftsführende Vorständin Aktion Deutschland Hilft e. V. - Bündnis deutscher Hilfsorganisationen

Redaktion: Willi Schlichting und Julia Lührs

Mütter in Not: Wie können wir helfen?

WDR 5 Tagesgespräch 01.12.2023 45:34 Min. Verfügbar bis 30.11.2024 WDR 5


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