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"Widerstand und Ergebung" – Dietrich Bonhoeffer

Eine Statue von Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) an der Westminster-Abtei in London

"Widerstand und Ergebung" – Dietrich Bonhoeffer

Die Gedanken von Dietrich Bonhoeffer waren mutig und radikal. Aus dem Gefängnis heraus schrieb der NS-Gegner Briefe, die in gesammelter Ausgabe zu einem der erfolgreichsten theologischen Werke des 20. Jahrhunderts wurden.

Der Theologe Dietrich Bonhoeffer war aktiv am Widerstand gegen die Nationalsozialisten beteiligt. Unter dem Titel "Widerstand und Ergebung" erschienen 1951 einige Briefe von ihm, die er in Gefangenschaft schrieb.

Dieses Werk wurde zu einem Meilenstein der theologischen Literatur und in 15 Sprachen übersetzt. Die Verknüpfung von persönlichem Schicksal und theologischer Reflexion ist ein besonderes Merkmal seiner Gedanken. Diese sind zwar fragmentarisch und vorläufig, aber auch mutig und radikal: Bonhoeffer möchte in der "mündig gewordenen Welt" das Christentum "religionslos interpretieren", das heißt aus dem Ghetto religiöser Vorstellungen ausbrechen und fragen, was "wir wirklich glauben."

In dem Feature hören Sie, wie seine Briefe und Gedichte von den Menschen interpretiert werden, die Dietrich Bonhoeffer noch persönlich erlebt haben. Mittlerweile sind alle Protagonist*innen des Features verstorben.

Dietrich Bonhoeffer wurde am 09. April 1945 im KZ Flossenbürg hingerichtet.

Autor: Christoph Fleischmann
Redaktion: Christina-Maria-Purkert

Das Lebenszeichen läuft immer sonn- und feiertags um 08.30 Uhr auf WDR 3 und sonntags um 08.04 Uhr auf WDR 5.

Stand: 27.03.2020, 14:04