Keimbelastete Wurst: Fast ganz NRW betroffen

Der Fleischhersteller Wilke Wurstwaren in Hessen

Keimbelastete Wurst: Fast ganz NRW betroffen

  • Keimbelastete Wurst fast überall in NRW
  • 48 von 53 Kreisen und kreisfreien Städten betroffen
  • Behörden überwachen Produktrückruf

Nach zwei Todesfällen durch keimbelastete Wurst aus einem Betrieb in Hessen sind Händler in fast allen NRW-Regionen von dem Produktrückruf betroffen.

In 48 der 53 Kreise und kreisfreien Städte im Land seien Unternehmen bekannt, die Produkte des Herstellers Wilke bezogen hätten, teilte das NRW-Verbraucherschutzministerium am Samstag (05.10.2019) mit. Weitere Details nannte ein Sprecher nicht.

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Die örtlichen Veterinär- und Verbraucherschutzämter hätten die betroffenen Betriebe kontaktiert und überwachten nun den Produktrückruf, sagte ein Sprecher des Landesamtes für Verbraucherschutz (LANUV).

Feiertag: Händler teils nicht erreichbar

In den Produkten des Herstellers Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG aus Twistetal waren mehrfach Listerien-Keime nachgewiesen worden.

Den Behörden zufolge gibt es mittlerweile 37 Krankheitsfälle, die möglicherweise mit Wurstwaren der Firma im Zusammenhang stehen. In Südhessen hatte es zwei Todesfälle bei älteren Personen gegeben.

Wegen des Feiertags am 3. Oktober hatten die Behörden in NRW teilweise Schwierigkeiten, die betroffenen Händler zu erreichen. Am Donnerstag war noch Wurst der Firma in einem Kölner Krankenhaus verteilt worden.

"Wilke"-Wurst in Kölner Klinikum verteilt Aktuelle Stunde 04.10.2019 UT Verfügbar bis 30.12.2099 WDR Von Estella Mazur

Die Pflicht, über einen Produktrückruf zu informieren, liege in erster Linie bei den Groß- und Zwischenhändlern selbst, sagte der LANUV-Sprecher. Aufgabe der Ämter sei es lediglich, zu kontrollieren, ob dieses System auch funktioniert.

Stand: 05.10.2019, 18:44

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