Bad Salzuflen: Coronaklinik für Geflüchtete kommt

  • Leerstehende Reha-Klinik in Bad Salzuflen beschlagnahmt
  • Land und DRK wollen dort vorerkrankte Geflüchtete unterbringen
  • Stadt Bad Salzuflen hatte sich geweigert

Die Bezirksregierung in Detmold hat das sogenannte Sophienhaus in Bad Salzuflen beschlagnahmt. In der früheren Reha-Klinik werden vorübergehend bis zu 130 Geflüchtete mit besonderem Schutzbedarf untergebracht.

Es sind Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen oder Autoimmunkrankheiten, die vor einer Covid-19-Erkrankung geschützt werden sollen. Darunter sollen allerdings keine Corona-Patienten sein. Wann die Belegung beginnt, steht noch nicht fest.

Bezirksregierung: Beschlagnahmung nur vorübergehend

Die Stadt hatte sich vehement gegen die Unterbringung der Flüchtlinge dort gewehrt, weil das Haus in einem Kur-Sondergebiet liegt. Auch in der Jugendherberge in Bielefeld-Mitte sollen Geflüchtete untergebracht werden, die als Corona-Risikopatieten gelten.

Die ehemalige Klinik in der Salzufler Innenstadt verfügt über 200 Plätze, die aber nach Auskunft der Bezirksregierung Detmold nicht vollständig genutzt werden sollen. Laut Bezirksregierung sei das eine vorübergehende Maßnahme. Das Haus könne innerhalb von zwei Wochen betriebsbereit sein.

Eine dauerhafte Unterbringung von Flüchtlingen dort sei aber rechtswidrig, betont die Stadt, die auch die vorübergehende Nutzung ablehnt. Sie führt außerdem an, dass das Heim als mögliches Überlaufkrankenhaus in der Corona-Krise freigehalten werden sollte.