Verdacht auf schwere Fälle von Missbrauch in Lügde

Mutmaßlicher Tatort ist ein Campingplatz

Verdacht auf schwere Fälle von Missbrauch in Lügde

  • Drei Festnahmen im Kreis Lippe
  • Opfer sind Kinder zwischen 4 und 13 Jahren
  • Campingplatz ist möglicher Tatort

Neben einem 56-Jährigen wurden zwei weitere Täter festgenommen: ein 33-Jähriger aus Steinheim, Kreis Höxter, und ein 48-Jähriger aus Stade in Niedersachsen. Zwei stehen im Verdacht, über mehrere Jahre hinweg etwa 20 Kinder im Alter zwischen 4 und 13 Jahren schwer sexuell missbraucht zu haben.

Möglicher Tatort: ein Campingplatz in Lügde

Der dritte steht unter dem Verdacht, Auftraggeber gewesen zu sein. Ermittelt wird auch wegen Kinderpornografie: 13.000 gesicherte Kinderpornodateien seien dem BKA übergeben worden. Das Datenvolumen betrage 14 Terabyte.

Achtjährige Pflegetochter unter den Opfern

Eines der Opfer soll ein heute achtjähriges Mädchen sein. Es wurde von der Mutter spätestens seit 2016 in die Obhut eines 56-Jährigen gegeben, der bis zu seiner Festnahme im November 2018 als Dauercamper auf einem Campingplatz in Lügde im Kreis Lippe gelebt hat.

Möglicher Tatort ist ein Campingplatz

Die Polizei Blomberg und die zuständigen Jugendämter seien schon 2016 Hinweisen auf "Kindeswohlgefährdung" nachgegangen: "Alle drei Behörden sind (...) zu dem Ergebnis gekommen, dass hier keine Gefährdung (...) vorliegt", heißt es 2017 in einem Antwortschreiben des Landkreises Hameln-Pyrmont auf Anfrage des WDR.

Stand: 30.01.2019, 12:37