Tief "Eberhard" - ein Sturm mit Langzeitfolgen

Umgekippter Baum an der Düsseldorfer Cecillienallee, Sturmschaden

Tief "Eberhard" - ein Sturm mit Langzeitfolgen

  • Die Folgen von Sturmtief "Eberhard" in NRW
  • Riesige Zerstörung
  • Schäden von bis zu 800 Millionen Euro

Das Sturmtief "Eberhard" war am Sonntag (10.03.2019) mit Böen von bis zu 120 km/h über NRW, Rheinland-Pfalz, Hessen, Sachsen und Thüringen gezogen. Der weltgrößte Rückversicherungsmakler Aon schätzt die versicherten Schäden auf 700 bis 800 Millionen Euro.

Kletterpark zum zweiten Mal zerstört

Zerstörter Kletterwald in Süchteln

Zerstörter Kletterwald in Süchteln

Viele Schäden haben Langzeitfolgen. In den Süchtelner Höhen im Kreis Viersen wurde der Kletterwald wie schon durch den Sturm "Friederike" im vergangenen Jahr weitgehend zerstört. Der Betreiber hat den für Anfang April geplanten Saisonbeginn verschoben und will die meisten Parcours nicht nochmal reparieren.

Etliche Schäden, die "Friederike" dort im Januar 2018 angerichtet hatte, waren erst im Oktober behoben worden. Nun soll der Kletterpark 2020 in Nettetal neu eröffnet werden.

Tausende Bäume gefällt

Das Sturmtief hat zudem in NRW tausende Bäume gefällt - in Wäldern ebenso wie in Städten. Allein in Düsseldorf wurden etwa 600 Bäume entwurzelt. Der Schlosspark Benrath, ein beliebtes Ausflugsziel, bleibt bis Ende der Woche teilweise gesperrt.

Bonn: Waldspaziergänge nicht ratsam

Bitter fällt auch die Bilanz für den Bonner Stadtwald aus, wo "Eberhard" rund 300 Bäume umgelegt hat. Die Stadt warnt vor Spaziergängen im Wald, da weiterhin die Gefahr besteht, dass Bäume oder Kronenteile umstürzen oder herabfallen. Die Warnung gilt noch die ganze Woche.

Derzeit sind rund 40 Prozent aller Waldwege im Bonner Stadtgebiet gesperrt. Um alle Sturmschäden abzuarbeiten, benötigt das Amt für Stadtgrün voraussichtlich noch etwa zwei Wochen.

Stand: 12.03.2019, 19:00

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