Nach "Eberhard": Nächster Sturm am Mittwoch

Nach "Eberhard": Nächster Sturm am Mittwoch

  • Mittwoch wird erneut Sturmtief erwartet
  • Böen nicht so stark wie am vergangenen Sonntag
  • "Eberhard" verursachte bis zu 800 Millionen Euro Schaden

Nach dem heftigen Sturmtief "Eberhard" soll am Mittwoch (13.03.2019) ein weiteres Sturmtief über NRW hinweg ziehen. Nach Informationen der WDR-Wetterexperten sind für Mittwochmorgen erneut stürmische Böen zu erwarten, ab Mittag auch schwere Sturmböen.

Diese können im Laufe des Mittwochs eine Stärke von acht (62 - 74 km/h) bis neun (75 - 88 km/h) Beaufort erreichen. So heftige Böen mit mehr als 100 km/h, wie sie am Sonntag über das Land gefegt waren, werden aber nicht erwartet. Es gibt immer wieder Regen. Im Bergland über 600 Metern kann auch Schnee fallen. Tagsüber liegen die Temperaturen im Flachland bei maximal elf Grad.

Leichte Entspannung zum Wochenende

Am Wochenende soll sich das Wetter leicht entspannen. Südwestliche Strömungen bringen wärmere Luft nach NRW. Es bleibe aber wechselhaft, so die WDR-Wetterexperten.

Verheerende Schäden durch "Eberhard"

Das Sturmtief "Eberhard", das am Sonntag (10.03.2019) über das Land hinweg gezogen war, hatte verheerende Schäden angerichtet. In Bestwig im Hochsauerlandkreis starb ein Autofahrer. Weitere 27 Personen wurden durch das Unwetter verletzt.

Der weltgrößte Rückversicherungsmakler Aon schätzt die versicherten Schäden laut Mitteilung vom Montag (11.03.2019) auf 700 bis 800 Millionen Euro. In den nächsten Wochen könnten Spaziergänge im Wald wegen der Schäden durch "Eberhard" lebensgefährlich werden.

Einen Tag nach "Eberhard": Aufräumen nach dem Sturm

Umgestürzte Bäume, umherfliegende Dachpfannen: "Eberhard" ist über NRW hinweg gefegt. Auch am Montag machte das Sturmtief den Menschen noch zu schaffen.

Sturm, Eberhard, Schaden

Sturmtief "Eberhard" machte den Menschen in NRW auch am Montag noch zu schaffen.

Sturmtief "Eberhard" machte den Menschen in NRW auch am Montag noch zu schaffen.

In den Morgenstunden gab es lange Staus auf den Autobahnen - teilweise staute sich der Verkehr auf fast 500 Kilometer.

Bei der Bahn gab es am Montagmorgen weiter Einschränkungen - sowohl im Regional- als auch im Fernverkehr.

Der Grund für Verspätungen und Ausfälle: An vielen Stellen müssen umgestürzte Bäume weggeräumt werden.

Busfahrer Engelbert Plüschner legte im Bergischen selbst Hand an und räumte die Haltestelle für seinen Bus frei.

Im ganzen Land geht es zum Wochenbeginn darum, die Schäden des Sturmtiefs zu beseitigen - oder weitere Gefahren einzudämmen. So war beispielsweise die Fläche vor dem Kölner Dom abgesperrt, weil kleinere Fassadenteile herunterfallen könnten.

Durch die Aufräumarbeiten waren viele Straßen gesperrt - so wie hier in Untereschbach bei Köln.

An der Rennbahn in Dortmund-Wambel deckte der Sturm das Dach eines Gebäudes ab.

Gefährlich war es in vielen Innenstädten von NRW am Sonntag durch umherfliegende Teile und umstürzende Bäume. Wie hier in der Zeughausstraße in Köln.

Auch in Düsseldorf wurden mehrere Autos beschädigt.

In Bonn wurde eine Polizistin durch ein umherfliegendes Holzstück verletzt.

Auch Köln hat der Sturm schwer getroffen. Im Stadtteil Riehl fiel ein Baum auf geparkte Autos.

Schwere Schäden gab es auch in den Kölner Außenbezirken - wie hier im Stadtteil Müngersdorf.

Zuvor war der Sturm über die Region Aachen gefegt. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz.

Dieser Bauzaun konnte den Winden nicht standhalten.

Schäden wurden auch aus Bochum gemeldet.

In Hagen löste sich die Fassade von einem Hochhaus.

Dieser Spielplatz in Solingen wird wohl einige Zeit geschlossen bleiben.

Auch Autofahrer mussten mit langen Wartezeiten rechnen: Die A45 bei Lüdenscheid blieb lange wegen Hindernissen auf der Fahrbahn gesperrt.

In der Nähe von Lüdenscheid räumten Feuerwehrleute Straßen frei - so wie ihre Kollegen im ganzen Land.

Auf einem Erdbeer- und Spargelhof in Bornheim hat Eberhard für einen Schaden von einer halben Millionen Euro gesorgt.

Große Schäden nach Sturmtief Eberhard WDR aktuell 11.03.2019 15:32 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 WDR

10.000 Einsätze der Feuerwehr

Mehr als 20.000 Kräfte der Feuerwehr hatten am Sonntag landesweit bei mehr als 10.000 Einsätzen mit umgestürzten Bäumen, herumfliegenden Teilen und abgedeckten Hausdächern gekämpft.

Auf dem Kahlen Asten waren am Sonntag Windgeschwindigkeiten von 130 km/h gemessen worden. In Unna und Beverungen waren es 122 km/h, Netphen im Siegerland kam auf 120 km/h. Der Essener Energiekonzerns Innogy schaltete deshalb zwischen Samstag- und Sonntagabend 74 von 92 Windkraftanlagen aus Sicherheitsgründen ab.

Windgeschwindigkeiten von Sturmtief "Eberhard" am 10.3.2019

Sturmchronologie der letzten 24 Stunden Aktuelle Stunde 10.03.2019 05:06 Min. UT Verfügbar bis 10.03.2020 WDR Von Sascha Schwarz

Stand: 13.03.2019, 07:23

Kommentare zum Thema

9 Kommentare

  • 9 Michael E 13.03.2019, 08:27 Uhr

    Unwetter und Sturm, und alle meckern die Bahn an. Ist klar Freunde...

  • 8 Max Otto 12.03.2019, 16:28 Uhr

    „Alle reden vom Wetter. Wir nicht.“ (Werbekampagne der Deutschen Bundesbahn im Jahre 1966).

  • 7 Kant 12.03.2019, 10:52 Uhr

    Es ist aber alles auch immer so verheerend - das Lieblingsunwort der Journaille.

  • 6 Andreas 12.03.2019, 06:22 Uhr

    Endlich mal was los

  • 5 Angela Hoppe 11.03.2019, 18:12 Uhr

    Wir haben uns schon so weit von der Natur entfernt und uns an Rundum Sorglos Pakete gewöhnt, das uns solche Stürme oder sonstige Unbillen völlig hilflos hinterlassen. Und dann wird nach einem Verantwortlichen gesucht. Dabei sind wir nur nicht mehr in der Lage uns selbst zu helfen und in weiser Voraussicht uns ein wenig auf so was vorzubereiten.

  • 4 Dani 11.03.2019, 16:35 Uhr

    Willkommen Klimawandel, Wir glaubten ja nicht, dass Du uns doch besuchen kommst, deswegen haben wir uns kaum auf dich vorbereitet. Die grüne Bewegung hat uns von dir erzählt seit den achtziger Jahren; doch wir konnten es nicht glauben - und die Ohren taten uns weh. Jetzt wo Du da bist, willst du dich nicht setzen?

    Antworten (3)
    • raba 12.03.2019, 08:40 Uhr

      Hast du nen Schaden?

    • Dr. Popogast 12.03.2019, 09:02 Uhr

      Sie benötigend dringend Ärztliche Hilfe!

    • Dani 12.03.2019, 14:34 Uhr

      Da hat man einen netten, kritischen Post geschrieben und schon wird man pathologisiert.

  • 3 Kolja Opitz 11.03.2019, 13:15 Uhr

    Gewöhnt Euch daran! Versorgungsausfälle und unterbrochene Mobilität werden zukünftig regelmäßig auftreten. Also Notvorratshaltung einführen und sich darauf vorbereiten! Das ist kein Spaß mehr.

    Antworten (1)
    • Manfred Schill 11.03.2019, 15:28 Uhr

      Rrrrichtig.

  • 2 Onkel Willi aus Köln 11.03.2019, 12:20 Uhr

    Ich finde es nach wie vor unverschämt, dass Arbeitnehmer sich zum x-ten Mal entschuldigen müssen weil sie zu spät oder gar nicht zur Arbeit kommen können, oder sogar deshalb den Job verlieren, weil die Bahn ausfällt. Kann es sein, dass die Bahn nicht vorausschauend arbeiten und denken kann. MfG Onkel Willi aus Köln

    Antworten (2)
    • Jupp 11.03.2019, 14:05 Uhr

      Bei Sturm und Schnee sollten Arbeitnehmer selbst entscheiden können, ob sie zu Hause bleiben und die die es können, home office machen!

    • Mr.Ernst 12.03.2019, 00:30 Uhr

      Auf Arbeitt Schlaffen , Da kommst du nie Spät ,egal was passiert

  • 1 Björn 11.03.2019, 12:17 Uhr

    Hallo, der Stromausfall in Pohlhausen (Neunkirchen-Seelscheid) dauerte ununterbrochen von Sonntag ca. 16.00 Uhr bis Montag morgen ca. 08.00 Uhr an. Ich bin selbst Bewohner des Ortes. Sowas habe ich im ganzen Leben noch nicht erlebt. Ärgerlich fand ich die Informationslage, weder auf den Homepages der Feuerwehr oder Polizei gab es aktuelle Infos zur möglichen Dauer des Stromausfalls. Auch nicht auf der Gemeinde-Homepage. Da wäre ein zentrales Portal mit regelmäßigen Updates eine gute Sache!

    Antworten (1)
    • Guwio 11.03.2019, 13:04 Uhr

      Zur Informationslage: Vielleicht haben die auch keinen Strom!

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