CSD in Köln - Tausende feierten die Parade

Obwohl es die ganze Zeit geregnet hat, standen während der CSD Parade tausende Menschen an der Wegstrecke. Viele waren von weit her angereist, um bei der Cologne Pride dabei zu sein.

Für Menschenrechte. Viele. Gemeinsam. Stark“ ist auch in diesem Jahr das Motto der Cologne Pride. „Wir finden es in diesem Jahr wichtiger denn je, darauf aufmerksam zu machen, wie sehr die Rechte von queeren Menschen eingeschränkt sind, bei uns in Deutschland, aber auch in anderen Ländern Europas“, erklärt Pressesprecher Hugo Winkels.

Konkret fordert der Kölner Lesben-und Schwulentag, dass zum Beispiel die Antidiskriminierungs-und Aufklärungsarbeit an Schulen finanziert werden soll und dass alle Formen von so genannten Regenbogenfamilien anerkannt und auch abgesichert werden. Außerdem will man nicht hinnehmen, dass es so genannte „LGBTIQ*- freie Zonen“ gibt.

Tausende Besucher trotz Regen

In Köln feiern tausende Menschen die Christopher-Street-Day-Parade. | Bildquelle: Pamina Rosenthal / WDR

Begleitet von zahlreichen Regenbogenfahnen und bunten Luftballons war die Parade des CSD am Sonntagmittag bei Regen pünktlich gestartet. In diesem Jahr führte sie coronabedingt am Rhein entlang und nicht durch die enge Altstadt. „Wir haben uns bewusst für diese Strecke entschieden, da wir so zu allen Seiten viel mehr Platz haben und nicht durch die engen Straßen der Innenstadt ziehen“, erklärt Uwe Weiler. Für die Teilnehmer an der Demonstration galten die 3 G.

Regenbogenfahnen als Zeichen für Solidarität

Claudia Roth spricht auf der Christopher-Street-Day-Parade in Köln ins Mikrofon. | Bildquelle: Pamina Rosenthal / WDR

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth hat in ihrem Grußwort zu Beginn der Demonstration für mehr Zusammenhalt und Akzeptanz in der Gesellschaft von allen Lebens- und Liebesformen appelliert. Die Regenbogenfahne sei eine Symbol für die internationale Solidarität mit queeren Menschen, die in ihren Heimatländern diskriminiert werden.

Bei der Abschlusskundgebung lenkte Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth ihren Blick nach Afghanistan: "Ich denke es geht euch allen wie mir, natürlich denken wir an die Menschen in Afghanistan, die dem Terror ausgeliefert sind und diese Tragödie, macht mich unglaublich wütend, aber wir versprechen, wir vergessen sie nicht die Frauen die Kinder die LGBTIQ Community."

CSD-Veedel rund um die Köln Arena

Die Parade endete an der Köln Arena. Am Endpunkt war ein „CSD-Veedel“ errichtet worden. Auf der 25.000 Quadratmeter großen Außenfläche gab es neben der Hauptbühne eine Pick-Nick-Wiese, einen Biergarten und viele Infostände. Dabei wären nie mehr als 12.000 Menschen gleichzeitig auf der großen Fläche rund um die Arena gewesen. Das Sicherheitskonzept im Veedel sei aufgegangen, sagt Vorstandsmitglied Martin Hommel.