Luisa Neubauer diskutiert mit Menschen im Dorf Lützerath bei Erkelenz über die Klimakrise und den Erhalt des Dorfes

Luisa Neubauer: "Wir werden an Lützerath festhalten!"

Stand: 16.10.2022, 18:36 Uhr

Nach dem Bundesparteitag der Grünen in Bonn machte sich die Klimaaktivistin Luisa Neubauer sofort auf den Weg nach Lützerath. Der kleine Erkelenzer Ort soll für den Braunkohlentagebau Garzweiler II abgerissen werden.

Und erneut übte Luisa Neubauer Kritik am geplanten Kohleausstieg 2030, der von den Grünen als großer Erfolg bezeichnet wird. "Dass sich die Grünen für den Abriss von Lützerath ausgesprochen haben, das wird den Grünen noch lange anhängen", sagte die Klimaaktivistin. Damit haben sich die Grünen von den Pariser Klimazielen verabschiedet, lautete ein weiterer Vorwurf.

Der Tagebau Garzweiler II sei ein Desaster, so die Sprecherin von "Fridays for Future" weiter. Hier sehe man, dass die Politik die Wirklichkeit der Klimakrise nicht ernst nehme. Neubauer sprach von einem Konflikt zwischen den Grünen und der Klimabewegung.

Ein Aktivist und eine Aktivistin halten ein Banner und fordern den Erhalt des Dorfes Lützerath

Die Braunkohle unter Lützerath werde nicht mehr für die Energiesicherheit gebraucht. Luisa Neubauer sprach in Lützerath von einer großartigen Kampfansage. Über Lützerath sei noch nicht das letzte Wort gesprochen, betonte Neubauer und kündigte zusammen mit anderen Klimaaktivisten an, dass man sich einer Räumung des Ortes in den Weg stellen werde.

Derweil laufen in dem Dorf selbst die Vorbereitungen auf die Räumung auf Hochtouren. Die Aktivisten haben erste Barrikaden gebaut und auch schon Stahlträger aufgestellt. Derzeit halten sich rund 200 Klimaaktivisten in Lützerath auf. Sämtliche leerstehenden Häuser wurden besetzt. Wie schon im Hambacher Forst wurden auch in Lützerath Baumhäuser gebaut.

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