Corona-Impfung - das muss ich über die Impfzentren wissen

Corona-Impfung - das muss ich über die Impfzentren wissen

Von Stefan Lauscher und Christian Wolf

Am Montag haben die 53 Impfzentren in Nordrhein-Westfalen ihre Arbeit aufgenommen. Und diesmal soll wirklich gar nichts schiefgehen. Eine Checkliste.

Nach den Heimbewohnern sowie medizinischem und pflegerischem Personal hat am Montag das nächste Kapitel der Impfungen in NRW begonnen. Für Personen über 80 Jahre, die nicht in einem Pflege- oder Altenheim leben, ging es in den Impfzentren los. Vielerorts wurden in den vergangenen Tagen Testläufe durchgeführt. "Alle Impfzentren sind startklar“, hieß es bei den Kassenärztlichen Vereinigungen, die für die Immunisierungen zuständig sind.

70.000 Impfungen pro Woche soll es landesweit geben - mehr Impfstoff ist derzeit nicht da. Für das Impfzentrum in Bochum bedeutet das zum Beispiel 200 Impfungen am Tag, in Essen werden es etwa 320 sein, in Mönchengladbach 150. Viel sollte da nicht schief gehen können.

Impfberechtigt sind in der ersten Stufe nur Menschen über 80 Jahre - und aus dieser Gruppe auch nur diejenigen, die per Telefonhotline oder Online-Portal einen Impftermin gebucht haben. Einfach mal kommen und hoffen, irgendwie reinrutschen zu können, geht nicht. Alle Impfzentren arbeiten zunächst nur halbtags, von 14 bis 20 Uhr.

Und was müssen die, die geimpft werden, beachten? Ein kleine Checkliste:

Was muss ich mitbringen?

Personalausweis oder anderen Lichtbildausweis, Krankenkassenkarte und eigene Mund/Nasen-Maske. Wenn möglich auch Impfpass, gegebenenfalls Allergiepass, Diabetikerausweis oder ähnliches. Und: Die zuvor verschickte Terminbestätigung.

Wieviel Zeit sollte ich einkalkulieren?

Die Impfung selbst dauert nur fünf Minuten. Zuvor gibt es aber noch ein Aufklärungsgespräch und hinterher eine rund 30-minütige Ruhepause, in der beobachtet wird, ob es Komplikationen gibt. Insgesamt also rund 45 bis 60 Minuten.

Kann mich jemand begleiten?

Ja, eine Person. Der- oder diejenige wird ohne eigenen Impftermin aber nicht mitgeimpft.

Ich habe nur einen Termin für die Erstimpfung bekommen. Was tun?

Unbedingt zur Erstimpfung kommen. Der Termin für die Zweitimpfung kann dann im Impfzentrum selbst (aber nicht vorab) vereinbart werden.

Was ist, wenn ich wegen des Schnees nicht zum Impfzentrum kommen kann?

Für diese Fälle wurde kurzfristig vorgesorgt. Der Termin muss nicht abgesagt werden. Stattdessen können die Betroffenen einfach am Dienstag zur selben Uhrzeit ins Impfzentrum kommen - oder noch einen Tag später, wenn sich die Verhältnisse nicht bessern.

Was ist, wenn das Impfzentrum unabhängig vom Wetter schwer zu erreichen ist?

Vor allem in ländlichen Regionen liegen die Impfzentren zum Teil weit weg von Wohnorten und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist nicht immer optimal. Wer kein Auto hat oder nicht mehr selbst fahren kann, sollte die Hilfe von Kindern, Enkeln, Nachbarn oder Freunden in Anspruch nehmen.

In einigen Kommunen wie Eschweiler oder Stolberg wurden Shuttle-Dienste organisiert. In Neuss übernehmen Schützenvereine die Fahrt zum Impfzentrum. Auch andere Ehrenamtliche engagieren sich.

Ältere, die Pflegestufe 3 oder bestimmte Behinderungen haben, können ein Taxi nutzen und die Kosten dafür von der Krankenkasse erstattet bekommen. Um späteren Ärger zu vermeiden, empfiehlt es sich in diesen Fällen aber, das vorher mit der Krankenkasse abzusprechen.

Was ist, wenn ich noch keinen Termin für die Impfung habe?

Das ist gar kein Problem! Nach wie vor können Termine vereinbart werden - entweder über die Internetseiten termin.corona-impfung.nrw/home (für das Rheinland) oder www.impfterminservice.de/impftermine (für Westfalen) oder telefonisch bei den Hotlines 0800 116 117-01 (für das Rheinland) und 0800 116 117-02 (für Westfalen).

Bislang wurden bereits über 670.000 Termine für die erste Impfung festgelegt. Auch wer in den nächsten Wochen erst 80 wird, kann schon jetzt einen Termin für die Zeit nach dem Geburtstag vereinbaren.

Stand: 08.02.2021, 16:39