Ein kleiner Teich in Mettmann ist komplett ausgetrocknet, die Algen liegen auf dem Grund.

Fotos: So haben Hitze und Trockenheit NRW verändert

Stand: 16.08.2022, 20:58 Uhr

Die Pegelstände am Rhein sinken auf Rekordniveau, Teiche trocknen aus, Wälder brennen. Die Trockenheit macht der Natur sichtlich zu schaffen. Es gibt aber Hoffnung: Am Mittwoch soll es kräftig regnen.

Die Zahl derer, die sich in Nordrhein-Westfalen nicht nach Regen sehnen, sinkt in diesem Sommer ähnlich rapide wie die Pegelstände - auch wenn der Stand Null wie bei Emmerich an der niederländischen Grenze kaum erreicht werden dürfte.

Schauer, Gewitter und Sturmböen am Mittwoch möglich

Doch während die Rheinschiffer bei Niedrigwasser in der engeren Fahrrinne so nah wie selten aneinander vorbeifahren und die Feuerwehr im Juli und August regelmäßig zu Feld- und Waldbränden ausrücken musste, glimmt nun neben der Sonne auch ein Hoffnungsschimmer am Horizont: einer, der Regen verheißt.

Was Hitze und Trockenheit aus NRW gemacht haben

Die Hitze hat in NRW Spuren hinterlassen. Der Rhein ist wegen niedriger Pegel vielerorts nur noch in der Fahrrinne befahrbar, Teiche trocknen aus, Wiesen sind nicht mehr als solche zu erkennen, und Feuerwehrleute müssen Wald- und Feldbrände löschen.

Der Rhein bei Niedrigwasser, eine trocken gefallene Kiesbank, es blueht eine Sonnenblume, Niedrigwasser im Rhein, der geringe Wasserstand erlaubt es Frachtschiffen nur noch mit weniger Ladung zu fahren

Der Rhein bei Niedrigwasser in Leverkusen. Auf einer trocken gefallenen Kiesbank kann auch schon mal etwas zum Leben erwachen, was dort zu anderen Zeiten keinen Platz findet: In diesem Fall blüht dort eine Sonnenblume.

Der Rhein bei Niedrigwasser in Leverkusen. Auf einer trocken gefallenen Kiesbank kann auch schon mal etwas zum Leben erwachen, was dort zu anderen Zeiten keinen Platz findet: In diesem Fall blüht dort eine Sonnenblume.

Auch der markante und bei Touristen beliebte Blick vom Drachenfels in Richtung Süden ist bei einem Rheinpegel von zirka 90 Zentimetern ein anderer geworden. Hitzewelle und Regenmangel legen das Rheinbett immer weiter frei. Große Sand- und Kiesflächen sind entstanden.

Die stetig sinkenden Rheinpegel machen den Rheinschiffern das Leben schwer. Viele von ihnen können ihre Schiffe nicht mehr voll beladen, weil der Wasserstand so niedrig ist. Beim Steuern ist höchste Konzentration gefordert, um die Schiffe durch die schmale Fahrrinne zu steuern.

Kleine Teiche ohne einen natürlichen Zufluss haben es bei der Hitze schwer. Füllt man sie nicht künstlich auf, trocknen sie aus, so wie dieser Teich in Mettmann. Dann liegen am Ende auch die Algen auf dem Trockenen.

In Mettmann mussten Helfer ausrücken, um mehr als 110 Karpfen aus einem nahezu ausgetrockneten Teich zu retten. Das frühere Sedimentationsbecken der Kalksteinwerk Neandertal GmbH war durch die Trockenheit von einer Größe von einst 100.000 Quadratmetern auf ein Schlammbecken mit einem Durchmesser von nur 50 Metern geschrumpft.

Selten war es so einfach, Golfschülern zu erklären, was und wo das "Green" ist, wie auf diesem Golfplatz in Essen. Die Anlage hat derart unter der extremen Trockenheit gelitten, dass der Rasen auf den Spielbahnen braun und verdorrt und nur noch der im Zielbereich tatsächlich "grün" ist .

Badegäste liegen auf der Wiese eines Bielefelder Freibads. Die Liegewiese ähnelt eher einem Stoppelfeld.

Ein leicht getrübter Sonnenuntergang über dem Petersberg mit Blick auf Bonn. Nach Waldbränden in Windeck im Rhein-Sieg-Kreis und im nordhessischen Haiger sind Rauchwolken über das Rheinland gezogen.

Durch die Regenschauer in NRW entspannt sich der Rheinpegel zumindest in einigen Orten. Diese Entspannung ist laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt aber nur von kurzer Dauer: Wegen der anhaltenden Dürre drohen die Pegel bald erneut zu sinken.

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