Wegen teurer Energie: Manche Hotels erwägen Schließung im Winter

Stand: 02.10.2022, 13:32 Uhr

Weil die Energiekosten durch die Decke gehen, erwägen einige Gastwirte und Hoteliers in NRW eine zeitlich befristete Schließung.

"Eine vorübergehende Schließung kann durchaus ein Mittel der Wahl sein, gerade in Regionen, die saisonal geprägt sind. Das kann über den Winter den einen oder anderen retten", sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) NRW, Patrick Rothkopf dem WDR.

Kostensteigerungen bei der Energie von mehreren Hundert Prozent ließen sich "weder einsparen noch über Preisanpassungen weitergeben". Wegen zu hoher Heizkosten hat sich zum Beispiel der Duisburger Hotelier Oliver Bay dazu entschieden, sein Hotel zwischen Dezember und Frühling zu schließen.

Dehoga fordert Energierettungsschirm

Dehoga-Regionalpräsident Rothkopf berichtete von einer wachsenden Unsicherheit im Gastgewerbe bezüglich der Ausgestaltung staatlicher Hilfsmaßnahmen. Er appellierte an die Politik, schnellstmöglich Klarheit zu schaffen und für Planungssicherheit zu sorgen.

"Energie muss fließen und bezahlbar bleiben, vor allen Dingen vor dem Hintergrund der immer noch spürbaren Auswirkungen der Pandemie mit aufgebrauchten Rücklagen und aufgenommen Krediten", sagte Rothkopf und forderte einen "Energierettungsschirm für den Mittelstand".

Anfang der Woche hatte die DEHOGA NRW einen Brief an Ministerpräsident Wüst, Wirtschaftsministerin Neubaur und Finanzminister Optendrenk geschrieben und finanzielle Unterstüzung gefordert. Ein ähnliches Schreiben haben in dieser Woche alle NRW-Landtagsabgeordneten bekommen.

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