Segelboote liegen am Bootssteg im Hafen von Rantum

Rantum, Rantumbecken, Hörnum, Arche Wattenmeer, Hörmumer Odde

Stand: 24.05.2020, 20:15 Uhr

Das künstlich angelegte Rantumbecken ist ein Biotop für Vögel und Pflanzen – und ein beliebter Platz für Camper, die Ruhe und den Blick aufs Wattenmeer schätzen. Ein etwa fünf Kilometer langer Spazier- und Radweg führt einmal um das Becken, das ursprünglich als Wasserflugplatz genutzt wurde.

Heute ist es ein Naturschutzgebiet und von der Nordsee durch einen Deich getrennt. Doch ein Siel lässt regelmäßig frisches Nordseewasser einlaufen. Wer mit dem Auto auf Sylt ist, findet am Rantumer Hafen Parkplätze. Und das Fernglas nicht vergessen.

Blick über Wasserfläche und Riedgras auf einen Campingplatz

Der Campingplatz in Rantum liegt an einem künstlich angelegten Wasserbecken.

Die Sylter Bonscherei und Sylts erste Kaffeerösterei

In Rantum befindet sich die "Sylter Bonscherei", eine Bonbon-Manufaktur, wo die Besucher zuschauen können, wie das bunte Zuckerwerk hergestellt wird. Es gibt einen Café-Garten mit vielen Spielmöglichkeiten für Kinder. Am Rande des Gewerbegebiets von Rantum, wo früher Boote gebaut wurden, steht das Café von Christian Appel. Nach Jahren im Kölner Exil kam er zurück auf seine Heimatinsel und eröffnete hier Sylts erste Kaffeerösterei samt Café. An manchen Tagen kann man zusehen, wie der Kaffee geröstet wird.

Arche Wattenmeer – Ein Museum zum Anfassen

Der Weg von Rantum in den Süden ist wenig besiedelt. Dünenlandschaften prägen das Bild. Kurz vor Hörnum liegt im Gebäude einer ehemaligen Kirche das Nationalparkhaus "Arche Wattenmeer". Auf zwei Etagen und in einer begehbaren, hölzernen Arche laden liebevoll gestaltete Exponate zum Anfassen und Begreifen der Natur im Wattenmeer ein. In den zahlreichen Aquarien gibt es eine bunte Unterwasserwelt zu entdecken.

Ein besonders schönes Stück Natur ist die Hörnumer Odde, die südliche Spitze der Insel. Sie steht seit 1972 unter Naturschutz. Damals brauchte man fünf Stunden, um die Hörnumer Odde zu Fuß zu umrunden, heute schafft man den Strandspaziergang von Ost nach West in einer knappen Stunde, so stark hat die Nordsee in der Zwischenzeit an der Odde genagt und sich jedes Jahr ein Stück Sand mehr genommen.

Luftaufnahme einer Landzunge mit Sandstrand

Die Gezeiten haben der Hörnumer Odde Jahr für Jahr mehr Sand genommen.

Hörnum – Ausflüge zu den Seehundbänken

Hörnum ist die südlichste Gemeinde Sylts. Der Hörnumer Leuchtturm steht auf einer 16 Meter hohen Düne und ist der einzige der fünf Leuchttürme, den man besichtigen kann. Im Hörnumer Hafen starten auch Ausflugsschiffe zu den umliegenden Inseln: nach Helgoland, Föhr, Amrum und zur Hallig Hooge. Von hier aus kann man Ausflüge zu den Seehundbänken machen, die in der Regel anderthalb Stunden dauern. Während der Fahrt wird ein Schleppnetz ausgeworfen, um das Meeresgetier kennenzulernen. Geleitet werden Ausflüge von Fachleuten der Schutzstation Wattenmeer. Bootsfahrt und Eintritt für die "Arche Wattenmeer" gibt es als preiswertes Kombiticket.

Ausflugsboot am Kai

Mit solchen Booten kann man einen Ausflug zu den Seehundbänken unternehmen.