"Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend."

Probenfoto: Nach den letzten Tagen bei den Ruhrfestspielen 2019

"Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend."

Gleich zum Auftakt im Audimax der Ruhr-Universität Bochum ein verstörender Blick zurück aus der Zukunft. Eröffnet wurde die Ruhrtriennale mit einer Endzeit-Show, einer Collage von Texten rechter und rechtsextremer Politiker. Aus dem Jahr 2145 schaut ein imaginäres "Weltparlament" auf die Zivilisationsbrüche des 20. Jahrhunderts und ihre Fortschreibung in der Gegenwart.

Zu Wort kommen Hassprediger des Antisemitismus, Anführer des Nationalismus und Vordenker der identitären Bewegung. Die Musik zu diesem Abgesang auf Europa haben jüdische Komponisten geschrieben, die die Ideologien der Menschenverachtung das Leben kosteten. "Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend" ist eine Gemeinschaftsproduktion von Intendantin Stefanie Carp, die das Libretto schrieb, und Regisseur Christoph Marthaler. Die Musik hat Uli Fussenegger ausgewählt und arrangiert.

Stand: 28.08.2019, 20:42