17. März 1950 - Geburtstag von Rötger Feldmann alias "Brösel"

Der Comiczeichner Rötger Feldmann alias Brösel

17. März 1950 - Geburtstag von Rötger Feldmann alias "Brösel"

"Hau wech, die Scheiße!" Das ist einer der Lieblingssprüche von Werner. Der Klempner-Lehrling liebt den Suff mindestens genauso wie sein Horex-Motorrad. Mit beidem bringt er seinen – im Übrigen handwerklich absolut unbegabten – Chef genauso immer wieder zur Verzweiflung wie die lästige Polizei oder überforderte TÜV-Prüfer.

Werner ist die langnasige, zweizahnige und vierhaarige Hauptfigur im gleichnamigen Comic des norddeutschen Zeichners Rötger Feldmann alias "Brösel". In den 1980er Jahren entwickelt er sich mit Bänden wie "Werner – Oder was? " (1981), "Werner – Alles klar?" (1982), "Werner – Wer sonst?" (1982) und "Werner – Eiskalt" (1985) in der Bundesrepublik zum Kult.

Rötger Feldmann, Comiczeichner

WDR 5 Erlebte Geschichten 03.11.2019 21:47 Min. Verfügbar bis 31.10.2099 WDR 5

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Schönes Nichtstun Arbeitslosigkeit

Geboren wird Feldmann am 17. März 1950 in Travemünde. Mit fünf Jahren zeichnet er Schiffe und Dampfloks, will das aber eigentlich nie beruflich machen. Stattdessen beginnt er 1971 nach der Lehre als Lithograf bei einer größeren Druckerei. Nebenbei zeichnet er Comics über die Firma, bei denen der Chef nicht gut wegkommt. Will man der Überlieferung glauben, wird Feldmann gefeuert, als der das bemerkt.

Sechs Jahre ist Feldmann arbeitslos, kesselt mit dem Motorrad über die Straßen und zieht mit Kumpels um die Häuser: Es ist die schönste Zeit seines Lebens, wie er später sagt. Ende der 1970er Jahre dann hat sein Alter ego Werner seinen ersten Auftritt in der Satirezeitschrift "Pardon". Dann beginnt der Erfolg mit den Comicbüchern.

Wer bremst, verliert

1988 veranstaltet Feldmann im echten Leben ein Rennen auf seinem aufgemotzten Motorrad gegen den roten Porsche seines Freundes Holgi. 200.000 Fans pilgern dazu ins schleswig-holsteinische Hartenholm. 1990 kommt auf der Welle des Erfolgs "Werner – Beinhart!" in die Kinos. Auch wenn Kritiker dem Film vorwerfen, Sauf- und Kotzszenen mit Kalauern aneinanderzureihen, folgen bis 2011 noch vier Fortsetzungen, darunter "Werner – Das muß kesseln!!!" (1996).

1991 gründet Feldmann mit einem Freund den Achterbahn-Verlag. 1997 geht er damit an die Börse – und ist fünf Jahre später pleite. Heute lebt Feldmann auf dem platten Land bei Kiel. Dort schraubt er an seinen Motorrädern herum und zeichnet weiterhin Comics. Zum Beispiel für den immer noch jährlich erscheinenden "Werner"-Kalender.

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Stand: 17.03.2020, 00:00