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28.03.0845 - Wikinger brandschatzen Paris

Runenstein mit Inschrift und Wikingerboot am Wikingermuseum in Bork

ZeitZeichen

28.03.0845 - Wikinger brandschatzen Paris

Von Uwe Schulz

Im Norden Europas wächst im frühen 9. Jahrhundert eine Militärmacht heran, die mit Aggressivität und strategischer Finesse die etablierten Kräfte ins Wanken bringt: die Wikinger. Sie haben ihr Geschäftsmodell vom friedlichen Im- und Export auf Piraterie umgestellt - selbstverständlich zur See, aber zum Entsetzen der Nachbarn bald auch zu Land.

Ihren wohl erfolgreichster Feldzug im Westen unternehmen die Nordmänner im Jahr 845. Über die Seine erreichen sie mit einer flinken Flotte Paris, plündern die Stadt am 28. März 845, ausgerechnet an Ostern, und ziehen erst wieder ab, als König Karl als sogenanntes Danegeld 7000 Pfund Silber zahlt, Schutzgeld.

Damit ist das Geschäftsmodell etabliert, mit dem wechselnde Wikinger-Trupps allein im Westen Europas noch mindestens ein dutzendmal fette Beute machen. Die Überfälle auf Westfranken enden erst im Jahre 911. Mit dem Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte bekommen die Nord-Mannen ihr eigenes Siedlungsgebiet. Wir nennen es Normandie.

Redaktion: Hildegard Schulte

Die Wikinger brandschatzen Paris (am 28.3.845)

WDR ZeitZeichen 28.03.2020 14:10 Min. Verfügbar bis 29.03.2090 WDR 5

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Stand: 26.02.2020, 16:44