13.08.1948 - Bonn wird Sitz des Parlamentarischen Rates

Museum Alexander König in Bonn

ZeitZeichen

13.08.1948 - Bonn wird Sitz des Parlamentarischen Rates

Von Edda Dammmüller

Auch Koblenz hatte seinen Hut in den Ring geworfen. Frankfurt, Karlsruhe und Celle. Berlin schied wegen seiner Insellage und der gewaltigen Zerstörungen aus. Dann wurde, auch auf Drängen der Briten, Bonn zum Sitz des Parlamentarischen Rates bestimmt, der auf Geheiß der West-Alliierten die Verfassungsgrundlagen für einen westdeutschen Bundesstaat ausarbeiten sollte.

Die Entscheidung am 13. August 1948 - acht Stimmen für Bonn, drei dagegen - fiel in einer schnöden telefonischen Abstimmung der westdeutschen Ministerpräsidenten. Übrigens ohne messbaren Einfluss des künftigen Kanzlers Adenauer, der nebenan in Rhöndorf zuhause war.

Das von Kurorten umgebene Universitätsstädtchen am Rhein sollte ausdrücklich als Provisorium wahrgenommen werden, keinesfalls als künftiger Regierungssitz.

Genauso ist es aber dann gekommen.

Redaktion: Ronald Feisel

Bonn wird Sitz des Parlamentarischen Rates (am 13.08.1948)

WDR ZeitZeichen | 13.08.2018 | 14:50 Min.

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Stand: 20.06.2018, 13:39