14.11.1969 - Filmpremiere "Z" in Deutschland

Charles Denner und Yves Montand in "Z"

ZeitZeichen

14.11.1969 - Filmpremiere "Z" in Deutschland

Von Thomas Pfaff

"Z" gilt bis heute als genrebildender Klassiker des politisch engagierten Kinos. Regisseur Costa-Gavras nimmt den Mord am griechischen Oppositionspolitiker Lambrakis 1963 zum Anlass für eine filmische Anklage gegen die Verfilzung von Polizei, Militär, sowie Teilen von Justiz und Politik im damaligen Griechenland.

Der Mord soll auf Weisung höchster Stellen vertuscht werden, doch der engagierte junge Ermittlungsrichter Sartzetakis bringt die schuldigen Militärs vor Gericht. Der Putsch der Obristen in Griechenland 1967 verhindert schließlich die Verurteilung der Täter und bringt Sartzetakis selbst ins Foltergefängnis.

Der oscargekrönte Spielfilm mit der eindrücklichen Musik von Mikis Theodorakis schreibt selbst Geschichte: Er durchkreuzt die Bemühungen der Obristen um internationale Anerkennung.

Nach dem Sturz der Diktatur wird Sartzetakis - dem Costa-Gavras mit "Z" ein Denkmal setzt - in den 80er Jahren ein hochgeachteter Staatspräsident.

Redaktion: Hildegard Schulte

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WDR ZeitZeichen | 14.11.2014

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Stand: 08.03.2016, 12:47