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Ein Schiedsrichter steht am Rande eines Fußball-Spielfelds und schaut sich die Wiederholung einer Spielszene auf einem Bildschirm an.

Der Videobeweis: Fußball und Gerechtigkeit

Der Videobeweis im Fußball hat sein Ziel im Grunde verfehlt: Die Diskussionen über Schiedsrichter-Entscheidungen haben noch zugenommen. Was sagt der Videobeweis über unser Verhältnis zur Gerechtigkeit aus? Stefan Osterhaus berichtet.

Der Videobeweis sorgt seit seiner Einführung meist für Verdruss: "Er nervt wie am ersten Tag", so hat das Fußballmagazin "11 Freude" die bisherigen Erfahrungen beschrieben. Seit der Saison 2017/2018 wird der Videobeweis in der Fußballbundesliga angewendet. Spieler, Trainer und Schiedsrichter haben sich mehr Sicherheit versprochen bei strittigen Entscheidungen auf dem Feld. Weniger Diskussionen und mehr Gerechtigkeit, so der Wunsch. Aber, so der Fußball-Philosoph Gunter Gebauer, das kann es im Fußball mit seiner ganzen Komplexität und Unvorhersehbarkeit gar nicht geben.

Die Anwendung des Videobeweises ist also viel komplizierter als gedacht – und fast immer umstritten. Das Spiel sei durch ihn keineswegs gerechter geworden, sagen die Kritiker. Aber was hat es mit dem Anspruch an Gerechtigkeit an das Fußballspiel überhaupt auf sich? Was sagt er aus über unser Gerechtigkeitsempfinden? Und kann dieser Anspruch überhaupt erfüllt werden? Spannende Fragen, die weit über den Fußball hinausgehen. Unser Autor ist ihnen nachgegangen.

Autor: Stefan Osterhaus

Redaktion: Heiko Hillebrand

Der Videobeweis: Fußball und Gerechtigkeit

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 23.02.2024 20:34 Min. Verfügbar bis 21.02.2025 WDR 5 Von Stefan Osterhaus


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