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Wieder in Anatolien: Demente Migranten

Symbolbild: das Bild zeigt einen Bewohner und eine Pflegerin Multikulturellen Pflegezentrum des Rotes Kreuzes in Duisburg, NRW.

Wieder in Anatolien: Demente Migranten

Von Kadriye Acar

Plötzlich sprechen sie nur noch türkisch, und islamische Feste und Rituale werden plötzlich wichtig – auch nach einem eher säkularem Leben. Wenn türkische Migranten dement werden, verschieben sich die Prioritäten.

Für Menschen, die ihr Erwachsenenleben lang eher weltlich gelebt haben, kann der Islam plötzlich wieder so wichtig sein wie in der Kindheit. Für türkische Migranten der ersten oder auch der zweiten Generation mangelt es in solchen Fällen oft an Pflegekräften, die sich mit der Religion auskennen. Aber das Kölner Beratungszentrum "Ele, Ele" (Hand in Hand) will helfen. "Wir haben uns als Ziel gesetzt,bestehende Einrichtungen, z.B. Pflegedienste oder stationäre Einrichtungen, zu beraten", sagt Nagihan Arslan-Yüregir, Koordinatorin der Organisation. "Dafür bieten wir Seminare an, wo es ganz niedrigschwellig darum geht: Worauf achte ich bei einer türkischen Familie, wenn ich in die Wohnung komme: Muss ich unbedingt die Hand küssen? Soll ich Schuhe ausziehen? Was sind die religiösen Besonderheiten, wenn eine Religiosität wichtig ist? Wir wollen schon vorhandene Angebote interkulturell öffnen."

Wieder in Anatolien: Demente Migranten

WDR Lebenszeichen 11.08.2019 29:15 Min. Verfügbar bis 08.08.2020 WDR 5

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Redaktion: Gerald Beyrodt

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Stand: 02.08.2019, 15:53