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Osman Okkan

Erlebte Geschichten (23.01.2024)

Osman Okkan – türkisch-deutscher Journalist und Kulturschaffender

Stand: 11.01.2024, 15:17 Uhr

Osman Okkans Lebensthema ist die Völkerverständigung. Der gebürtige Türke lebt seit den 60er Jahren in Deutschland und engagiert sich nicht nur für den Dialog zwischen Türken und Deutschen hierzulande. Er bemüht sich auch um die Aussöhnung zwischen Türken mit Kurden, Armeniern und Griechen.

Von Melahat Simsek

Geboren wird der Filmemacher und Journalist 1947 in Ankara, aufgewachsen ist er in Istanbul, genauer: Im Viertel Kurtulus. Das ist jener Stadtteil auf der europäischen Seite Istanbuls, wo bis heute noch viele armenische Familien leben; früher waren hier auch sehr viele Griechen und Juden zu Hause.

1965 reist er als 18-Jähriger für ein Soziologiestudium mit dem Zug von Istanbul in das beschauliche Münster. Dort ist Osman Okkan an der Gründung eines der ersten türkischen Kulturzentren beteiligt. Gemeinsam mit Kollegen kümmert er sich um die alltäglichen sozialen Belange von - damals so genannten - "Gastarbeitern": Er arbeitet mit Gewerkschaften zusammen, um die Arbeits- und Wohnsituation der ersten Generation ausländischer Arbeitnehmer zu verbessern. Okkan wird zum Vertrauensmann, sowohl für seine türkischen Landsleute, als auch für die deutsche Politik.

Osman Okkan zieht später nach Köln und beginnt seine Arbeit beim Westdeutschen Rundfunk in der türkischen Hörfunkredaktion. Auch hier engagiert er sich in der Migrationsarbeit, seit den 1980er Jahren vor allem im KulturForum Türkei Deutschland; Im Jahr 2023 hat er das Bundesverdienstkreuz erhalten. Heute gehört Osman Okkan zu den wichtigsten Zeitzeugen der Migrationsgeschichte aus der Türkei.

Redaktion Gesa Rünker

Völkerverständigung seit fast 6 Jahrzehnten: Osman Okkan

WDR 5 Erlebte Geschichten 23.01.2024 23:27 Min. Verfügbar bis 23.01.2099 WDR 5


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