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Erlebte Geschichten mit Dorothea Buck

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Eine Frau hält schreiend die Hände vor das Gesicht

Erlebte Geschichten mit Dorothea Buck

Von Cornelia Schäfer

Mit 19 wurde Schizophrenie bei ihr diagnostiziert. Dorothea Buck erlebte in den 30er und 40er Jahren eine unmenschliche Psychiatrie, in der es eiskalte Güsse statt Gespräche gab.

Als sie auch noch zwangssterilisiert und damit jede Aussicht auf eine eigene Familie zerstört wurde, dachte sie an Suizid. Aber die Pfarrerstochter von der Nordseeinsel Wangerooge fand ihren Lebensmut wieder. Sie wurde Bildhauerin, überwand ihre Psychosen, indem sie deren Inhalte zu verstehen lernte und wurde eine unermüdliche Kämpferin für eine humane, sprechende und zuhörende Psychiatrie.

Reden statt wegsperren

Mit dem Sozialpsychiater Klaus Dörner focht sie die Anerkennung der Zwangssterilisierten als NS-Verfolgte durch, mit dem Hamburger Psychologen Thomas Bock erfand sie die Psychoseseminare, ein Forum für den Austausch zwischen psychisch Kranken, Angehörigen von Erkrankten und in der Psychiatrie Tätigen. Auch mit 94 ist sie noch aktiv und für viele Psychiatriepatienten Vorbild und Hoffnungsträgerin.

Redaktion: Mark vom Hofe

Erlebte Geschichten: Dorothea Buck (22.04.2012)

Verfügbar bis 30.12.2099