20.04.2021, Berlin: Ein Mehrparteien-Mietshaus nahe des Alexanderplatzes im Bezirk Mitte

Wegen Inflation: Wohnungskonzern Vonovia schließt Mieterhöhungen nicht aus

Stand: 01.06.2022, 10:25 Uhr

Falls die Inflationsrate überdurchschnittlich hoch bleibt, "müssen auch die Mieten künftig jährlich dementsprechend ansteigen", so Vorstandschef Buch.

Schlechte Nachricht für Mieterinnen und Mieter: Deutschlands größtes Immobilienunternehmen Vonovia hält deutlichere Mieterhöhungen für unausweichlich, sollte die überdurchschnittliche Inflation anhalten.

"Wenn die Inflation dauerhaft bei vier Prozent liegt, müssen auch die Mieten künftig jährlich dementsprechend ansteigen", sagte Vonovia-Vorstandschef Rolf Buch dem "Handelsblatt" (Mittwoch). Sonst würden viele Vermieterinnen und Vermieter in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. "Wir können nicht so tun, als wenn die Inflation an den Mieten vorbeigeht. Das wird nicht klappen."

Vonovia hat in Deutschland über 505.000 Wohnungen

Vonovia ist ein börsennotiertes Unternehmen, das in Deutschland, Schweden und Österreich mehr als 565.000 Wohnungen vermietet - davon mehr als 505.000 hierzulande. In Deutschland wohnte 2020 knapp die Hälfte der Bevölkerung zur Miete.

Bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2021 hatte der Vonovia-Vorstand Mitte März berichtet, dass sich die Miete im Durchschnitt auf 7,33 Euro pro Quadratmeter erhöhte - das waren 2,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zum Zuwachs trugen den Angaben zufolge vor allem modernisierte Wohnungen bei. Die Kosten für energetische Sanierungen wie etwa Wärmedämmung sowie Austausch alter Heizungsanlagen und Fenster können die Konzerne teilweise auf die Miete umlegen.

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