Baubeginn - Wiederaufbau der Erfttalstrecke nach der Flut

02:32 Min. Verfügbar bis 10.08.2023

Erfttal-Bahn soll bis Ende 2023 wieder auf kompletter Strecke fahren

Stand: 10.08.2022, 20:05 Uhr

Die Deutsche Bahn hat in Bad Münstereifel ihre Pläne für die Sanierung der Erfttal-Bahnstrecke zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel vorgestellt. Der Bahnverkehr ist auf der eingleisigen Strecke seit der Flutkatastrophe eingestellt. Die Arbeiten für den Wiederaufbau werden voraussichtlich Weihnachten 2023 beendet sein. 

Von Ditmar Doerner

14 Kilometer lang ist die Strecke zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel, 10 Kilometer waren beschädigt durch die Flut, sagte die Deutsche Bahn heute. Gleis und Weichen müssen neu installiert, zum Teil Brücken saniert oder sogar neu gebaut werden. Auch 16 Bahnübergänge stehen vor einem Neubau. Die gesamte Strecke wird nach Angaben der Bahn voraussichtlich erst wieder Ende 2023 freigegeben werden.

Bild der Verwüstung durch Flut

Viele Schienen enden einfach im Schotter, da die Erfttal-Bahn durch die Flut stark zerstört wurde.

Die Katastrophe vom 14. auf den 15. Juli 2021 hatte in vielen Teilbereichen der Strecke das Schotterbett unterspült oder sogar weggeschwemmt. Mit der Folge, dass Schienen und Weichen zum Teil meterhoch in die Luft ragten. Auch Brückenköpfe und Brücken waren durch die Folgen der Flut zum Teil so stark beschädigt worden, dass sie abgerissen werden mussten.

Euskirchen: Baubeginn Erfttalbahn

00:27 Min. Verfügbar bis 10.08.2023


Neue Strecke soll katastrophensicherer werden

Um gegen eine erneute Überschwemmung der Bahnstrecke gefeit zu sein, soll der Hochwasserschutz an der Strecke verbessert werden. Unter anderem dadurch, dass Brücken schlanker gebaut werden, so dass Treibgut nicht zu einem Rückstau des Wassers führen kann. 

Die Bahn muss fast die gesamte Strecke sanieren.

Insgesamt waren durch die Flut in NRW und Rheinland-Pfalz nach Aussage der Deutschen Bahn rund 600 Kilometer Schiene, 50 Brücken, 40 Stellwerke, 180 Bahnübergänge und über 100 Bahnhöfe beschädigt. Dadurch entstand nach Aussage des Unternehmens ein Gesamtschaden von rund 1,3 Milliarden Euro.

Über dieses Thema haben wir am 10. August 2022 im WDR Fernsehen: Lokalzeit aus Bonn, 19:30 Uhr berichtet.

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