"Lolli-Tests" ab 10. Mai an allen Grundschulen

Ramona Ernst, Schulleiterin der Grundschule am Schwemmbach, packt die gerade erhaltenen "Lolli-Tests" für die Grundschüler aus

"Lolli-Tests" ab 10. Mai an allen Grundschulen

Ab 10. Mai sollen die Kinder an allen Grund- und Förderschulen in NRW zweimal pro Woche mit einem sogenannten "Lolli-Test" auf das Coronavirus untersucht werden. Das hat das Schulministerium in einer Email an alle Einrichtungen mitgeteilt.

Ab Montag nächster Woche soll es soweit sein: Dann können die Kinder an allen Grund- und Förderschulen in NRW zweimal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. Und zwar mittels sogenannter "Lolli-Tests". Das hat Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in einer Schulmail am Dienstag allen betroffenen Einrichtungen mitgeteilt.

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Beim Lolli-Test werden die Tests als Pool genommen, das heißt, eine Gruppe von Kindern rollt mit einem Wattestäbchen mit Tupfer durch den eigenen Mund, dann werden alle Lollis eingesammelt und zusammen untersucht. Ist ein Ergebnis positiv, müssen alle Betroffenen nochmal getestet werden. Schüler aus so einem positiv-getestet Pool dürfen ausschließlich mit negativem PCR-Test zurück in die Schule. Vorher müssen sie in Quarantäne.

Die Folgen für den Wechsel-Unterricht

Da die Tests in Gruppen erfolgen, muss der Wechsel-Unterricht laut Schulministerium überall so stattfinden, dass die Kinder jeweils einen Tag zu Hause und dann wieder in der Schule sind. Binnen zwei Wochen kommt so jeder Schüler auf fünf Präsenztage. An fast 3.800 Schulstandorten sollen täglich rund 35.000 Pooltestungen stattfinden. Dazu müssen mehr als 400 Routen für den Transport zwischen den Schulen und Laboren festgelegt werden. Genauere Informationen dazu bekommen die Schulen aber erst am Donnerstag, heißt es in der Schulmail der Ministerin.

Dreiwöchige Testphase

Zuvor war das "Lolli-Test-Verfahren" an 22 Kölner Schulen, darunter zwei Förderschulen, drei Wochen lang ausprobiert worden. Laut Ministerium war die Rückmeldung durchweg positiv.

Schnelltests für Lehrkräfte

Die bereits ausgelieferten beziehungsweise bestellten Schnelltests - die durch die Lolli-Tests für Schüler überflüssig werden - sollen die Schulen zunächst aufbewahren. Die Lehrer werden weiter damit getestet. Bislang werden in NRW Lolli-Tests in Kitas und einigen Schulen eingesetzt. Ihr Vorteil ist im Gegensatz zu den Antigen-Schnelltests, dass sie schneller ein genaueres Ergebnis für die ganze Gruppe liefern.

Lolli-Tests in Kitas

WDR 5 Westblick - aktuell 10.03.2021 03:29 Min. Verfügbar bis 10.03.2022 WDR 5 Von Petra Dierks


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Stand: 04.05.2021, 12:02

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