NRW fordert mehr Homeoffice, schnelle Wirtschaftshilfen

Junge Frau nimmt an Video-Konferenz teil, Homeoffice

NRW fordert mehr Homeoffice, schnelle Wirtschaftshilfen

Von Martin Teigeler

Wo es möglich ist, soll das Arbeiten im Homeoffice ausgebaut werden, fordert NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart. Und: Der Bund müsse seine Hilfsprogramme für Unternehmen beschleunigen.

Unternehmen und Beschäftigte sollen prüfen, ob sie in der Corona-Pandemie stärker auf Homeoffice umstellen können. Es sollten "alle Möglichkeiten" genutzt werden, um stärker von zuhause zu arbeiten, sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf. Die Welt nach Corona werde ohnehin digitaler sein.

Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte eingeräumt, Arbeit im Homeoffice sei in Deutschland noch ausbaufähig. Der DGB hatte eine altmodische Präsenzpflicht in vielen Firmen kritisiert. Arbeitgeber argumentierten, in der Industrie oder bei vielen Dienstleistungen sei Homeoffice einfach nicht möglich.

Appell an den Bund

Pressekonferenz mit Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP)

Vom Bund forderte Pinkwart, die "komplizierten" Hilfsprogramme für Unternehmen zu beschleunigen. Die Antrags-Software müsse schnell fertig werden. Da viele Firmen Rücklagen aufgebraucht hätten, seien Ende Januar Abschlagszahlungen bis zu einer halben Million Euro nötig, um die Liquidität zu sichern. Zugleich betonte er, man wolle damit nicht "Zombiefirmen" künstlich am Leben halten.

Novemberhilfe lässt auf sich warten

WDR 5 Westblick - aktuell 28.12.2020 03:15 Min. Verfügbar bis 28.12.2021 WDR 5 Von Lars Faulenbach


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Beim Wirtschaftswachstum erwartet Pinkwart eine 3 vor dem Komma in 2021. Voraussetzung sei aber, dass die Industrieproduktion weitergehe.

Stand: 13.01.2021, 12:33