Beschränkungen für Windräder

Beschränkungen für Windräder

  • Reaktion auf Anwohnerproteste gegen Windräder.
  • Mindestabstand von 1.500 Metern zu Wohngebieten.
  • Windenergiebranche sieht Energiewende in Gefahr.
  • SPD: Erlass-Änderung gefährdet 18.000 Arbeitsplätze.

Die beschlosssene Änderung des Windenergieerlasses soll nach Angaben von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) voraussichtlich Anfang 2018 rechtsverbindlich werden. Angesichts von Anwohnerprotesten gehe es darum, die Akzeptanz von Windkraftanlagen zu erhalten.

Windräder sollen demnach künftig einen Mindestabstand von 1.500 Metern zu Wohngebieten einhalten und nicht mehr in Wäldern gebaut werden dürfen.

Angeblich 90 Prozent der geplanten Flächen betroffen

Mehr als 60 Unternehmen aus der Windenergiebranche hatten die Landesregierung zuvor aufgefordert, auf die geplanten Einschränkungen zu verzichten. Durch die Pläne von CDU und FDP würden über 90 Prozent der bisher für Windkraftanlagen vorgesehenen Flächen wegfallen.

Dies hätte einen massiven Einbruch des Ausbaus der Windenergie ab 2019 zur Folge und würde die gesamte Energiewende gefährden. Die SPD sieht durch den Kurs der neuen Landesregierung über 18.000 Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen in Gefahr.

Stand: 12.09.2017, 17:53