Schülerinnen und Schüler einer fünften Klasse einer Realschule sitzen während des Unterrichts in ihrem Klassenzimmer.

Beschluss steht: Gleiche Lehrer-Einstiegsgehälter ab 2025

Stand: 21.09.2022, 16:13 Uhr

Das Land NRW will die Einkommenslücke zwischen Gymnasiallehrern und schlechter bezahlten Lehrkräften schließen. Im August 2025 sollen alle Lehrer und Lehrerinnen in NRW mit A13 ins Berufsleben gehen.

Die Landesregierung hat eine schrittweise Angleichung der Eingangsbesoldung für alle Lehrämter beschlossen. Damit löst die schwarz-grüne Koalition ein Wahlversprechen ein. Man werde noch im laufenden Jahr mit der ersten Stufe beginnen, kündigte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) an.

Demnach sollen alle Eingangsbesoldungen schrittweise auf A 13 angehoben und auch die Bezahlung der bereits aktiven Lehrer entsprechend angepasst werden. Ausgezahlt wird ein Zuschlag von 115 Euro monatlich ab dem 1. Januar - rückwirkend zum November 2022. Ab dem 1. August 2025 werde infolge der jährlich fortschreitenden Aufstockung um weitere 115 Euro ein Plus von insgesamt 460 Euro erreicht sein, erläuterte NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU).

Lehrermangel in NRW - woran liegt es?

WDR 5 Westblick - aktuell 02.09.2022 05:54 Min. Verfügbar bis 02.09.2023 WDR 5


Download

Angleichung kostet das Land 900 Millionen Euro

Bisher werden in NRW Lehrkräfte an Grund-, Haupt-, Real-, Sekundar-, Gesamt- und Förderschulen schlechter bezahlt als Lehrer der gymnasialen Oberstufe, die mit A 13 monatlich - je nach Familienstand - etwa 500 Euro brutto mehr verdienen.

Am 1. August 2025 sollen dann alle Lehrer, unabhängig von der Schulform, in der Besoldungsstufe A 13 angekommen sein. Die Neuregelung soll mit einem Nachtrag zum Haushaltsgesetz 2022 vollzogen werden, den das NRW-Kabinett am Dienstag beschlossen hatte. Das Land koste diese Angleichung 900 Millionen Euro.

Mehrere Lehrerverbände begrüßten den Aufschlag, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft dauert die Angleichung allerdings zu lang.