Höhner schunkeln das Metal-Land Wacken

Stand: 06.08.2022, 16:22 Uhr

Die Kölsche Mundart-Band Höhner haben am Samstag auf dem Heavy-Metal-Festival in Wacken gespielt. Furcht vor einem Fremdeln des Publikums mit ihrer Musik hatten die Kölner nicht.

Die Metalheads quittierten das Konzert am Vormittag mit viel Applaus und sangen auch die Songs mit. Die Band spielte unter anderem eine Coverversion von Metallicas "Nothing else matters" mit eigenem Text.

"Musik ist eine ganz eigene Sprache, die jeder versteht und vor allem deshalb haben wir keine Sorge, dass das Publikum mit unserer Musik nichts anfangen könnte", sagte der neue Frontmann Patrick Lück der Deutschen Presse-Agentur vor dem geplanten Konzert. Zudem, so betonte er, hätten die Höhner nicht nur viele verschiedene Musikstile im Repertoire - sondern auch "den ein oder anderen hochdeutschen Hit".

Auftritt um 11.11 Uhr

Die Band, die im Rheinland mit Titeln wie "Viva Colonia" und "Die Karawane zieht weiter" erolgreich ist, war am Samstag zur passenden Uhrzeit um 11.11 Uhr auf dem legendären Wacken-Festival aufgetreten. Der Blick von der Bühne dürfte etwas anders gewesen sein als gewohnt.

Fans der Band Höhner feiern den Auftritt der Kölner Mundart-Band auf dem Wacken-Festival.

Ein Hauch von Karneval in Wacken

Der natürliche Lebensraum der Höhner sind Karnevalsbühnen mit Konfetti-Regen. In Wacken ist die dominierende Farbe in der Regel Schwarz. Allerdings sind auf dem Festival in den vergangenen Jahren auch immer wieder Musiker außerhalb der Heavy-Metal-Szene aufgetreten, etwa Heino.

Idee wurde an der Theke geboren

Die Idee zum Ausflug ins artfremde Biotop ergab sich für die Höhner bei einem Thekenplausch des scheidenden Frontmanns Henning Krautmacher. Darüber, dass die kölsche Musik nicht ankommt, machen sich die Höhner keine Sorgen: "Wir werden das machen wofür wir eingekauft wurden und unsere Höhner-Songs spielen." "Seid einfach ihr selber", habe es im Vorfeld des Konzerts geheißen, berichtet Krautmacher. Natürlich solle es "ein bisschen abgehen" - aber wichtig sei vor allem die Botschaft, findet der Frontmann: "Wir werden von echten Freunden berichten und unsere Liebe zu Köln, die werden wir auch dokumentieren."

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