06.08.2022, Frankreich, Notre Dame De La Garenne: Dieses von der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd zur Verfügung gestellte Bild zeigt einen Belugawal, der in der Seine schwimmt

Verirrter Wal in der Seine: Rettungsaktion gescheitert

Stand: 10.08.2022, 15:44 Uhr

Zwar war der Belugawal in der Seine in Frankreich stark abgemagert und gestresst, dennoch hatten Tierschützer auf ein Wunder gehofft. Am Ende war die Hoffnung vergeblich.

Die Veterinärin Florence Ollivet-Courtois erklärte am Mittwoch, der Wal habe während der Rettungsaktion Atemprobleme bekommen und habe deshalb eingeschläfert werden müssen.

Belugawal aus der Seine ist tot

Die Rettungsaktion für den Belugawal, der sich in Seine verirrt hatte, ist gescheitert. Das Tier musste eingeschläfert werden, nachdem es aus dem Fluß gehoben worden war. Der etwa vier Meter lange Wal irrte seit Tagen durch den französischen Fluss.

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Französische Rettungskräfte hatten den Beluga nach stundenlanger Vorbereitung am Mittwoch aus der Seine gehoben. Die Veterinärin Florence Ollivet-Courtois sagte, der gefährlich abgemagerte Wal habe während der Rettungsaktion Atemprobleme bekommen und musste deshalb eingeschläfert werden.

Französische Rettungskräfte hatten den Beluga nach stundenlanger Vorbereitung am Mittwoch aus der Seine gehoben. Die Veterinärin Florence Ollivet-Courtois sagte, der gefährlich abgemagerte Wal habe während der Rettungsaktion Atemprobleme bekommen und musste deshalb eingeschläfert werden.

Der etwa vier Meter lange Beluga irrte seit Tagen zwischen der Hauptstadt Paris und der Stadt Rouen durch die Seine - viele Kilometer vom Meer entfernt. Inzwischen magerte er stark ab. Versuche, ihn mit Fisch zu füttern, blieben erfolglos, und auch herbeigerufene Tierärzte konnten keinen Grund für seine Appetitlosigkeit feststellen. Tierschützer hatten gehofft, dem Belugawal bliebe das Schicksal erspart, das einen Orca im Mai ereilte. Er verirrte sich ebenfalls in die Seine und starb schließlich im Fluss.

Der nun eingeschläferte etwa 800 Kilogramm schwere Wal wurde in der vergangenen Woche zum ersten Mal in der Seine gesichtet, weit weg von seiner Heimat in der Arktis.

Er sollte in einem Kühllastwagen die rund 160 Kilometer lange Strecke in die Normandie gefahren werden. Zwei bis drei Tage sollte er dort gepflegt und aufgepäppelt werden, bevor er ins Meer zurückgebracht werden sollte.

Die Tierretter waren zuversichtlich, dass der Wal seine heimischen Gewässer wiedersehen würde, nachdem er auf verabreichte Antibiotika und Vitamine zunächst gut reagiert hatte.

1966 hatte ein weißer Wal im Rhein für Aufsehen gesorgt. Das schon bald auf den Namen "Moby Dick" getaufte Tier schwamm mehrere Tage auf deutschem und niederländischem Terrain im Rhein auf und ab, bis es den Weg zurück in die Nordsee fand und dort verschwand.

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