New Model Army

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New Model Army im Palladium, Köln 2006

Alternative Rock aus England

New Model Army

New Model Army, die Truppe um den charismatischen Sänger, Songwriter und Gitarristen Justin Sullivan, ist ein wahrer Fels in der Brandung: Seit 1980 folgen ihr Horden von Fans durch dick und dünn, und Band wie Publikum geben bei jedem Konzert alles, was sie haben.

Mit einer Mischung aus Punk, New Wave und Rock sagten New Model Army Anfang der Achtziger den Ungerechtigkeiten dieser Welt und der "Eisernen Lady" Margaret Thatcher den Kampf an. Obwohl BBC-Ikone John Peel sie förderte und sie sogar einen Auftritt bei der populären TV-Show "Top of the Pops" hatten, in der die ungeschliffenen, zotteligen und klapperdürren Jungs aus Bradford wie Außerirdische wirkten, fristeten sie aufgrund ihrer unbequemen, gesellschaftskritischen Texte einige Jahre ihr Dasein im Untergrund. Aufgrund ihres Kultstatus und einiger hoher Chartplatzierungen bekamen sie 1985 unerwartet einen Majordeal bei EMI.

Nach den wegweisenden Alben "The Ghost of Cain", "Thunder and Consolation", "Impurity" und "The Love of Hopeless Causes" kehrten Justin Sullivan und seine Mannen dem Big Business aber wieder den Rücken zu und wurden zu kultisch verehrten Helden des Untergrunds. Zu den vielen Besonderheiten dieser Band gehört, dass ihr eine ganze Masse an Menschen zu jedem einzelnen Gig hinterherreist, im Zuschauerraum während der Konzerte einen sehr eigenen, ausdrucksstarken Tanzstil aufführt sowie Menschentürme bildet.

Mit seinen poetischen, tiefgängigen, aber immer direkten und klaren Lyrics ist Justin Sullivan eine wichtige und zutiefst authentische Stimme in unserer Zeit. In der Presse wird er oft als Mahner beschrieben. Er mag das zwar sein, aber die Schönheit des Lebens, der Liebe und der Natur finden ebenso Platz in seinen Texten wie die Ablehnung von Konsumterror, Umweltzerstörung, Nationalismus oder Sexismus.