Ampelpflanzen - Tipps und Pflege

Ampelpflanzen - Tipps und Pflege Hier und heute 06.07.2020 04:51 Min. Verfügbar bis 06.07.2021 WDR

Ampelpflanzen - Tipps und Pflege

Blumenampeln mit schönen bunten Blumen sind immer ein Akzent in der Garten- und Balkongestaltung. Gärtner Markus Phlippen gibt in unserem Hier und heute-Garten Tipps für Pflege und Pflanzenauswahl und baut einen Pflanzturm mit Erdbeeren.


Blumenampeln werten mit ihrem bunten Inhalt triste Hauswände auf oder schmücken kleine Balkone. Richtig bepflanzt scheinen sie nur aus Blüten zu bestehen, während der Topf unsichtbar darunter verschwindet.

Diese Pflanzen eignen sich besonders für eine Bepflanzung:

Fuchsie

Die Farbe des Blütenstiels variiert und kann grün oder rot sein.

Fuchsienblüten gleichen lustigen, hängenden Glöckchen und sind einfach unschlagbare Blickfänge. Es gibt gefüllte, halbgefüllte, ungefüllte und langröhrige Blüten in Weiß, Rosa, Rot, Violett, Orange oder eben zweifarbige Blüten. Die meisten Fuchsien mögen keinen Frost. Eine Ausnahme ist „Fuchsia magellanica“.

Die Pflanzen sollten tief genug eigesetzt werden. Regelmäßiges Entfernen verwelkter Blüten fördert die Blüte. Fuchsien stammen aus Südamerika.

Das blaue Gänseblümchen ist ein fröhlicher Frühblüher mit violetten, blauen, rosa oder weißen, margeritenähnlichen Blüten. Die Blütezeit geht von Mai bis Oktober. Im Garten mag das blaue Gänseblümchen einen nährstoffreichen, leicht sauren, durchlässigen Boden. Der Standort sollte sonnig sein, Halbschatten wird aber auch vertragen. Wer in sehr milden Gegenden wohnt, kann versuchen, das Gänseblümchen zu überwintern, denn in seiner australischen Heimat wächst es staudig.

Ein weißer Blütentraum von Frühjahr bis Herbst ist die Euphorbia "Diamond Frost", auch unter dem Namen "Zauberschnee" bekannt. Sie kommt gut mit vorübergehender Trockenheit klar und mag volle Sonne. Vernässung verträgt sie hingegen überhaupt nicht. Deshalb immer gut durchlässige Erde verwenden.

Petunie

Die Petunia gibt es in vielen leuchtenden Farben!

Die Wildarten der Gattung Petunia stammen aus tropischen und subtropischen Regionen Südamerikas. Die samtigen Blüten sind gesternt, geädert oder haben gekräuselte Ränder - manchmal sind sie auch gefüllt. Petunien gehören zu den besten Dauerblühern. Sie mögen leichte, durchlässige Böden in Beeten oder Schalen.

Trockenheit und zu viel Feuchte hingegen sind unerwünscht. Verblühtes regelmäßig abknipsen.

Viele Knollenbegonien blühen von Mai bis Oktober und sind ideale Schatten- bis Halbschattenblüher. Die Blütenfarben erstrahlen von gelb, orange, rot, rosa bis zu weiß. Durch ihre fleischigen Triebe und Blätter sind sie in der Lage, Wasser zu speichern und auch mal mit Trockenheit zurecht zu kommen. Bei den Hybriden handelt es sich um Kreuzungen aus verschiedenen Wildarten, die ursprünglich aus den Andenregionen kommen.

Hanging Baskets

Die hängenden Pflanzenkörbe sind große, wasserdurchlässige Gitterkörbe - meist aus Metall. Die Körbe können nicht nur von oben bepflanzt werden, sondern ringsum und bei Bedarf sogar von unten. So wachsen die verschiedenen Sommerblumen mit der Zeit zu einer blühenden Kugel zusammen. Vor der Bepflanzung muss der Pflanzkorb von innen mit einer Kokosmatte ausgeschlagen werden, damit die Erde nicht herausfällt. Als Erde für die hängenden Pflanzenkörbe eignet sich normale Blumenerde.

Tipp

Bewässerungssystem für Pflanzkörbe

Blumenampel

Blumenampeln sind echte Hingucker.

Mit einem raffinierten Trick kann man aus einer einfachen PET-Wasserflasche ein einfaches Bewässerungssystem in den Pflanzenkorb einbauen. Je nach Größe verwendet man eine 0,5 l, 0,75 l oder 1 l Flasche. Zunächst muss die Flasche gereinigt werden, dann wird der Boden mit einem scharfen Messer (Cuttermesser) herausgeschnitten. (Etikett und Klebereste werden vorher entfernt). Anschließend werden vier 5 mm große Löcher etwa 5 cm unterhalb des Flaschenhalses rundherum gebohrt. Im Prinzip steht also nachher für jedes Viertel des Pflanzkorbs ein Loch. Zu viele Löcher würden das Wasser zu schnell ausfließen lassen. Wer möchte, kann auch noch den Deckel durchstechen.

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Die Flasche wird kopfüber mit aufgeschraubtem Deckel in die Blumenerde des Pflanzkorbs gesteckt. Die Löcher müssen unterhalb des Erdlevels sein. Am besten sieht es aus, wenn die Flasche bis zum abgeschnittenen Rand versenkt werden kann. Das hängt von der Größe des Pflanzkorbs und der Flasche ab. Die Flasche mit Wasser füllen und so eine kontinuierliche Wasserversorgung der Pflanzen ermöglichen. In der ersten Zeit häufig kontrollieren, um ein Gefühl für den Wasserverbrauch zu bekommen.

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Stand: 06.07.2020, 06:00

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