2. April 1978 - TV-Serie "Dallas" startet in den USA

Hauptdarsteller der US-Fernsehserie "Dallas", v.l. hinten: Larry Hagmann als Fiesling J. R. Ewing, Linda Gray als dessen Frau Sue-Ellen, Jim Davis als Vater Jock Ewing, Patrick Duffy als J. R. s "guter" Bruder Bobby Ewing und Victoria Principal als dessen Frau Pamela Ewing. Vorne im Stuhl sitzend Barbara Bel Geddes als Jock's Ehefrau Miss Ellie Ewing und daneben Charlene Tilton als Enkelin Lucy

Stichtag

2. April 1978 - TV-Serie "Dallas" startet in den USA

Intrigen, Bettgeschichten und Big Business - die US-Fernsehserie "Dallas" gilt als "Mutter aller Seifenopern". Sie erzählt die Geschichte zweier verfeindeter Familien, der Ewings und der Barnes, die im texanischen Dallas Ölgeschäfte betreiben. "Dallas" startet am 2. April 1978 in den USA als fünfteilige Miniserie. Der Fernsehsender CBS will kein Risiko eingehen. Erst als die Folgen vier und fünf unter die Top 15 der Woche kommen, wird eine komplette Staffel in Auftrag gegeben.

Zunächst stehen Bobby Ewing und Pamela Barnes im Mittelpunkt. In der ersten Folge fährt das frisch verheiratete Paar zur Southfork-Ranch, dem Familiensitz der Ewings - wo die Gefahr besteht, dass Pamela aufgrund der Familienfehde hinausgeworfen wird. Doch dann übernimmt fiese J.R. Ewing, der ältere Bruder des braven Bobby, die Hauptrolle: Larry Hagman spielt den skrupellosen Öl-Magnaten derart überzeugend, dass er zum Publikumsliebling wird.

Cliffhanger binden Zuschauer

J.R. macht nicht einmal vor seiner Familie halt, wenn es um seinen eigenen Vorteil geht. Seine labile und alkoholabhängige Frau, Sue Ellen, betrügt er regelmäßig. Zudem spinnt J.R. immer wieder Intrigen gegen die Barnes-Familie. Der Streit um Öl und Frauen hat schon die Eltern zu Erzfeinden gemacht. So zieht J.R. seinen Gegner Cliff Barnes immer wieder über den Tisch.

"Dallas" ist auch so erfolgreich, weil zum ersten Mal in einer Serie sogenannte Cliffhanger eingesetzt werden, um die Neugier auf die nächste Folge zu steigern. Dabei wird die Handlung im Augenblick höchster Spannung abgebrochen. Um die Zuschauer auch über mehrere Staffeln an die Sendung zu binden, werden nicht nur Cliffhanger zwischen den einzelnen Episoden benutzt, sondern auch am Ende der jeweiligen Staffel. So muss das Publikum zum Beispiel ein halbes Jahr auf die neue Staffel warten, um sehen zu können, wer auf J.R. geschossen hat oder ob Sue Ellen dem Feuer auf der Southfork-Ranch entkommen ist.

15 Millionen deutsche Zuschauer

Die Serie wird in mehr als 70 Länder verkauft. Bereits im Herbst 1978 beginnt die Ausstrahlung in Großbritannien, drei Jahre später in der Bundesrepublik. In Deutschland werden die Folgen, die ursprünglich eine Länge von rund 48 Minuten haben, gekürzt, damit sie in das Sendeschema der ARD passen: "Dallas" wird jeweils dienstags um 21.45 Uhr ausstrahlt. Gesehen werden die Episoden regelmäßig von 15 Millionen westdeutschen Zuschauern.

In den USA endet die Serie im Mai 1991 nach 14 Staffeln. Über eine Fortsetzung wird lange spekuliert. Im Juni 2012 ist es so weit. Neben neuen Schauspielern sind auch die alten wieder dabei, auch Larry Hagman - bis zu seinem Tod im November 2012.

Stand: 02.04.2013

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