16. Februar 1954 - Geburtstag von Margaux Hemingway

Margaux Hemingway

16. Februar 1954 - Geburtstag von Margaux Hemingway

Ihre markanten Augenbrauen hat Margaux Hemingway von ihrem Großvater, dem Literatur-Nobelpreisträger Ernest Hemingway. Aber sie zieht es nicht in die Literatur, sondern auf die Laufstege und zum Film.

Sportlich, selbstbewusst, sexy: In den 70er Jahren verkörpert Margaux Hemingway in den USA ein neues Schönheitsideal.

Margaux Hemingway, Schauspielerin (Geburtstag 16.02.1954)

WDR 2 Stichtag 16.02.2019 04:10 Min. WDR 2

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"New Yorks neues Supermodel"

Geboren wird Hemingway am 16. Februar 1954 als Margot Louise Hemingway in Portland im US-Staat Oregon. Aufgewachsen auf der Farm ihrer Familie in Idaho, ziert sie bereits als Teenager die Titelseiten der großen Modemagazine, darunter "Cosmopolian", "Elle" oder "Harper's Bazaar".

Kein Geringerer als Starfotograf Helmut Newton lichtet sie für ein französisches Hochglanzblatt im Stil von Grace Kelly ab. Gerade einmal 19 Jahre ist Hemingway alt, als die amerikanische "Vogue" sie zu "New Yorks neuem Supermodel" kürt.

Zu dieser Zeit ist die Hemingway bereits Teil des New Yorker Jetsets. Sie führt ein glamouröses Leben und ist Stammgast in der legendären Diskothek "Studio 54", in der in den 1970er Jahren Stars wie Liza Minelli, Andy Warhol oder Grace Jones verkehren. "Als ich eine Berühmtheit wurde, fühlte es sich für mich so an, als wäre ich im Auge eines Hurrikanes", wird sich Hemingway später erinnern. "Ich hatte eine Menge Spaß."

Unter Killerfischen

Im Model-Sektor setzt Hemingway neue Standards: Mitte der 1970er Jahre erhält sie für eine Werbekampagne des Parfümherstellers Fabergé die Rekordgage von einer Million US-Dollar. Aber es drängt sie ins Filmgeschäft. Ihr Kinodebüt "Eine Frau sieht rot" (1976) über ein Vergewaltigungsopfer, das sich am Täter rächt, wird gnadenlos verrissen, ebenso wie der Film "Piranhas II – Die Rache der Killerfische" (1979). Ihre jüngere Schwester Mariel Hemingway hat da an der Seite von Christopher Reeve oder Woody Allen mehr Erfolg als Schauspielerin.

Die Negativkritiken machen Hemingway schwer zu schaffen. Wie ihr Großvater leidet sie zudem unter Epilepsie und Depressionen, die sie mit Drogen und Alkohol zu bekämpfen sucht. Entziehungskuren scheitern ebenso wie ihre beiden Ehen. Anfang Juli 1996 wird sie in ihrem Apartment in Santa Monica, Kalifornien, tot aufgefunden. Mit 41 Jahren hat sie sich das Leben genommen.

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Stand: 16.02.2019, 00:00