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14.02.1989 - Mordaufruf Chomeinis gegen Schriftsteller Salman Rushdie

Ein Gemälde von Mostafa Mazouh

ZeitZeichen

14.02.1989 - Mordaufruf Chomeinis gegen Schriftsteller Salman Rushdie

Von Almut Finck

Zwei Männer stürzen ohne Fallschirm aus 8000 Metern Höhe vom Himmel. So beginnt einer der berühmtesten postmodernen Romane - und einer der umstrittensten. Denn ein Jahr nach Erscheinen von Salman Rushdies "Die satanischen Verse" forderte der iranische Ajatollah und Revolutionsführer Chomeini in einer Fatwa die Tötung des Autors.

Zum Stein des Anstoßes in der muslimischen Welt wurde Rushdies Buch, weil es eine unter Islamwissenschaftlern kontrovers diskutierte und heute als wahrscheinlich nicht authentisch geltende Episode aus dem Leben des Propheten Mohammeds thematisiert. Das galt als Provokation.

Blasphemie außerdem, dass 12 Huren in Rushdies Buch die Namen von Mohammeds Frauen tragen. Die Folge der Fatwa: Salman Rushdie musste untertauchen, jahrelang. Heute lebt der indisch-britische Autor einigermaßen öffentlich meist in New York.

Die Fatwa gilt weiter. Das Kopfgeld auf Salman Rushdie wurde im Laufe der Jahre immer wieder erhöht und beträgt inzwischen fast 4 Millionen Dollar.

Redaktion: Ronald Feisel

Mordaufruf Chomeinis gegen Salman Rushdie (am 14.02.1989)

WDR ZeitZeichen | 14.02.2019 | 14:55 Min.

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Stand: 06.12.2018, 16:46