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20.07.1944 - Attentat auf Adolf Hitler

Das zerstörte Führerhauptquartier "Wolfsschanze" nach der Explosion

ZeitZeichen

20.07.1944 - Attentat auf Adolf Hitler

Von Uwe Schulz

Bis heute haben die Deutschen keine feste Haltung zu diesem Mordkomplott gefunden. Bis heute geht das Wort, die Verschwörer vom 20. Juli 1944 seien Opportunisten, die erst, als sich 1941 das Kriegsglück gegen Hitler wendet, sich von ihm abwenden.

Bis heute gibt es Politiker wie Lars Steinke, den einstigen Landeschef der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative in Niedersachsen, die den Attentäter Stauffenberg einen "Verräter" nennen.

Bis heute sind die Namen derer, die schon lange vor dem Krieg die ersten Vorbereitungen für einen Sturz des Diktators treffen, verblasst: etwa der des Ministerialbeamten Hans von Dohnanyi, der schon Mitte der 1930er Jahre  beginnt, Verbrechen der Nazis zu dokumentieren, um Hitler bald den rechtsstaatlichen Prozess machen zu können.

Bis heute ringen die Deutschen um die treffende Deutung eines gewaltsamen Aktes, der Zivilcourage und Hoffnung offenbart, aber auch ein tiefes Misstrauen gegen das eigene Volk, das dem Tyrannen jahrelang zujubelte. Wenige Wochen vor seiner Hinrichtung sagt Dohnanyi seiner Frau: "Wir haben die Sache nicht als Politiker gemacht. Es war der zwangsläufige Gang eines anständigen Menschen."

Redaktion: Ronald Feisel

Attentat auf Adolf Hitler (am 20.07.1944)

WDR ZeitZeichen 20.07.2019 14:57 Min. Verfügbar bis 17.07.2099 WDR 5

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Stand: 06.06.2019, 12:40