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Einzelhaft in Bautzen II - Xing-Hu Kuo

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Xing-Hu Kuo (1983).

Einzelhaft in Bautzen II - Xing-Hu Kuo

Von Thomas Moser

Xing-Hu Kuo stammt aus Jakarta in Indonesien – durch seinen chinesischen Vater hatte der 1938 geborene Übersetzer ein Recht auf einen chinesischen Pass, den er während seiner Studienzeit in Ostberlin und Leipzig auch beantragte.

Was ihm sehr half: Denn so konnte er wertvolle Übersetzerdienste in den der DDR leisten, was ihm – wie er später sagte – viel Geld einbrachte und ihn einen Mercedes fahren ließ. Mit dem Auto fuhr er gern nach Westberlin – der Pass reichte, ihn einfach durchzuwinken und auch mal Leute im Kofferraum mitzunehmen. Als die erfreut über ihre Flucht berichteten, flog Xing-Hu Kuo bei einer erneuten Tour auf – siebeneinhalb Jahre in Einzelhaft im Stasi-Gefängnis Bautzen II, bis er, zwei Wochen vor der Entlassung, von der Bundesrepublik 1972 freigekauft wurde. Xing-Hu Kuo wäre übermorgen 80 Jahre alt geworden – er starb 2016 in Berlin.

Xing Hu-Kuo, Häftling in Bautzen

WDR 5 Erlebte Geschichten 10.05.2018 24:28 Min. Verfügbar bis 07.05.2028 WDR 5


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Redaktion Mark vom Hofe

Stand: 04.05.2018, 15:45