Erlebte Geschichten mit Volker Heinz

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Symbolbild: Paßkontrolle durch die Grenzpolizei an der Grenze zwischen BRD und DDR.

Erlebte Geschichten mit Volker Heinz

Von Petra Müller

Volker Heinz war noch sehr jung und abenteuerlustig, als er in West-Berlin von Freunden erfuhr, dass sie aus dem Osten Flüchtlinge in den Westen schleusen. Da wollte er mitmachen - eine riskante Entscheidung.

Es ist über 50 Jahre her, dass Volker Heinz verhaftet wurde. Mit Freunden hatte er 1966 als Fluchthelfer Dutzenden DDR-Bürgern den Weg in den Westen gebahnt - sein Weg aber führte nach Hohenschönhausen ins Stasi-Gefängnis. Denn der junge Mann aus Wuppertal, der in Heidelberg und Bonn Jura studierte und zwei Semester in West-Berlin eingelegt hatte, hatte einen Hang zum Abenteurertum und Idealismus – was letztlich dazu führte, dass er mit Freunden darüber sinnierte, wie Menschen aus Ost-Berlin und der DDR die Flucht in den Westen glücken könnte. Nicht durch Tunnel, sondern im Kofferraum eines präparierten Mercedes. Volker Heinz bugsierte als Tagesbesucher in Ostberlin die Fluchtwilligen in den Mercedes, zwei Jahre lang glückte das Unternehmen, dann schöpfte die Stasi Verdacht und nahm sich das Auto vor. Der Schwindel flog auf, der Student wurde verhaftet.

Volker Heinz, Fluchthelfer

WDR 5 Erlebte Geschichten 11.06.2017 23:10 Min. Verfügbar bis 09.06.2027 WDR 5

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Redaktion: Mark vom Hofe

Stand: 09.06.2017, 16:27