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Erlebte Geschichten mit Ursula Quade

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Erlebte Geschichten mit Ursula Quade

Von Helga Ehlers

Als Ursula Quade sich 1949 auf eine Anzeige meldete, für ein Jahr als Landarbeiterin nach Island zu gehen, hoffte sie, nie mehr fliehen zu müssen. 1931 in Stettin geboren, wurde sie im Alter von zehn Jahren nach Rügen evakuiert.

Als sie es vor Heimweh nicht mehr aushielt, durfte sie zu ihrer Tante nach Cottbus ziehen - schwere Bombenangriffe zwangen die Tante und drei Kinder zur Flucht nach Thüringen. 1947 erfuhr Ursula Quade, dass ihre Familie in einem Flüchtlingslager in Lübeck lebte. Ursula machte sich wieder auf den Weg, schwarz über die Zonengrenze.

Ständig auf der Flucht

Das Ehepaar zog auf die kleine Insel Vestmannaeyjar südlich von Island. Dort würde Ursula Gudmundsson vermutlich auch heute noch leben, wenn nicht 1973 ein Vulkan ausgebrochen wäre, der sie erneut zur Flucht zwang - zur vierten in ihrem Leben. Ursula Gudmundsson lebt heute in der Nähe der isländischen Hauptstadt Reykjavik.

Redaktion: Mark vom Hofe