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Erlebte Geschichten mit Frigga Haug

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Frigga Haug sitzt an einem Tisch und hält einen Stift in der hand

Erlebte Geschichten mit Frigga Haug

Von Cornelia Beuel

Sie hat, wie sie in ihrer Abschiedsvorlesung sagte, "den Studenten Unruhe gebracht und Unglück, aber auch die Unbequemlichkeit des Denkens und daher auch ein bisschen Glück.


Sie hat, wie sie in ihrer Abschiedsvorlesung sagte, "den Studenten Unruhe gebracht und Unglück, aber auch die Unbequemlichkeit des Denkens und daher auch ein bisschen Glück." Frigga Haug, 1937 in Mülheim an der Ruhr geboren, hat in der deutschen Soziologie der letzten 30 Jahre Akzente gesetzt.

Stark geprägt durch den zweiten Weltkrieg

Sie hat sich politisch engagiert, war eine überzeugte 68erin, engagierte sich in der Antiatomkraft- und in der Frauenbewegung. Als Soziologieprofessorin in Hamburg und Herausgeberin der Zeitschrift "Das Argument" hat sie der Linken stets neue Inspirationen gegeben und sich in Diskussionen zur Frauenpolitik und zur neoliberalen Wirtschaftspolitik eingeschaltet. Frigga Haug lebt in Esslingen.


Lebenslauf:

- Frigga Haug, Dr.phil.habil.; Jg. 1937.

- bis 2001 Prof. für Soziologie an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik.Gastprofessuren in Kopenhagen, Innsbruck, Klagenfurt, Sydney, Toronto, Dur-ham (USA).

_ -politisches Engagement: Antiatombewegung, SDS, Frauenbewegung; Erwachsenenbildung bei Gewerkschaften und Kirche.

Wissenschaftlich:
Leiterin des Projektes Automation und Qualifikation über 15 Jahre (Veröffentlichung von 9 Büchern zur Automationsforschung); wiss. Assistentin am Institut für Kritische Psychologie; Entwicklung von Erinnerungsarbeit als kritische Überschreitung von Selbsterfahrungsgruppen, eine Methode, die international bekannt wurde; in diesem Kontext 11 Buchveröffentlichungen - zuletzt Vorlesungen zur Einführung in die Erinnerungsarbeit, The Duke-Lectures.

1999 - Mitbegründerin der Berliner Volksuni; Redakteurin, Mitherausgeberin des Argument und Geschäftsführerin des Argument Verlags.


- Mitglied bei einer Reihe Initiativen und Zeitschriften: u.a. Sozialistischer Frauenbund Westberlin; Europäisches Forum linker Feministinnen; Bund demokratischer Wissenschaftler; Leibniz-Sozietät. ZS: u.a. Kritische Medizin in den 1970er Jahren.

- ab 1977 Forum Kritische Psychologie. - Arbeitsgebiete: Arbeit und Automation, Frauen-Vergesellschaftung und -politik; sozialwissenschaftliche Methoden; Lernen;
HKWM-Redakteurin und Vorsitzende des InkriT.


Redaktion:Mark vom Hofe

Erlebte Geschichten: Frigga Haug (06.07.2003)

Verfügbar bis 30.12.2099