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Erlebte Geschichten mit Amira Gezow

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Die Nachbildung eines Ortsschildes mit der Aufschrift «Gurs» als Erinnerung an das Konzentrationslager im französischen Gurs

Erlebte Geschichten mit Amira Gezow

Von Burkhard Laugwitz

Im Wartesaal des Grauens - Amira Gezow, 1929 in Coesfeld als Charlotte Siesel geboren, wuchs in einem jüdischen Elternhaus in Mannheim auf.

Damit zählte sie zu den etwa 6 500 in Südwestdeutschland lebenden Juden, die im Oktober 1940 in das unweit des Wallfahrtsortes Lourdes gelegene südfranzösische Lager Gurs deportiert wurden.

Gurs, über das der französische Romancier Louis Aragon sagte, dass es eine merkwürdige Silbe wie ein Schluchzen sei, das einem in der Kehle steckenbleibt. Dieser "Wartesaal" für den Weitertransport in die Vernichtungslager des Ostens ist längst zum Synonym für Deportation, Leiden, Entrechtung, Hunger, Verelendung und Tod von Tausenden südwestdeutscher Juden geworden. Amira Gezow hat als Kind die Schrecken und Strapazen der Deportation und Internierung  in das sogenannte "unbesetzte" Südfrankreich erlebt und - dank der Hilfe ganz einfacher, hilfsbereiter Menschen - auch überlebt. Die bald 85jährige lebt seit Juni 1945 in Israel im Kibbutz Elon.

Redaktion:
Mark vom Hofe

Erlebte Geschichten: Amira Gezow (26.01.2014)