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Siri Hustvedt

"Mütter, Täter und Väter" von Siri Hustvedt

Stand: 21.06.2023, 18:30 Uhr

Die US-amerikanische Schriftstellerin Siri Hustvedt setzt sich in ihren Werken mit Themen wie Identität, Erinnerung und Beziehungen auseinander. In ihrer jetzt auf Deutsch erschienenen Essaysammlung "Mütter, Väter und Täter" verknüpft sie persönliche Erfahrungen mit universellen, allgemein relevanten Themen.

Ausstrahlung:
WDR 3 Lesezeichen
vom 26. Juni bis 30. Juni 2023, 14.45 bis 15.00 Uhr.
WDR 3 Lesung am 1. Juli 2023, 16.04 bis 17.00 Uhr.

"Niemand, kein Köper ist geschlossen. Wir sind offene Wesen, die mit und in Abhängigkeit von anderen leben." Diese These wird in 20 Essays von Siri Hustvedt eingekreist. Sie beginnt mit der Erinnerung an ihre Großmutter Tillie, die von norwegischen Migranten abstammte. Die Großmutter besaß die Eigenschaft, Dinge beim Namen zu nennen, was in der eher zurückhaltenden norwegischen Gesellschaft verpönt war. Sie machte der Enkelin Angst und wurde doch auch von ihr bewundert. Siri Hustvedt beleuchtet die Beziehung zu ihrer Großmutter zum einen im Licht der Historie – der Auswanderung – und zum anderen aus der Perspektive der Hassliebe ihres Vaters zu seiner Mutter.

In dem kurzen Essay "Geistesverfassungen" erläutert Siri Hustvedt, wie sie mit ihrem Mann Paul Auster einen Zustand des Gleichklangs erlangt hat: gleiche Gedanken und gleiche Worte zur gleichen Zeit.

Produktion: WDR 2023
Regie: Uta Reitz
Redaktion: Stefanie Laaser
Sprecherin: Elisabeth Verhoeven

Literaturangabe
Siri Hustvedt: Mütter, Väter und Täter
Rowohlt 2023