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Patentöchter

Mit einem Schweigemarsch durch die Innenstadt gedachten etwa 3000 Bankangestellte des ermordeten Jürgen Ponto (Vorstandssprecher Deutsche Bank).

Patentöchter

Von Julia Albrecht und Corinna Ponto

Die Täter der RAF schweigen noch nach Jahrzehnten beharrlich. Julia Albrecht, Schwester einer RAF-Terroristin, und Corinna Ponto, Tochter eines Opfers der RAF, haben dagegen einen Dialog begonnen, der den Graben zwischen Angehörigen der Täter und der Opfer überspringt.

Das Hörspiel steht bis 30. November 2020 zum Download zur Verfügung.

Am 30. Juli 1977 wurde Jürgen Ponto, Vorstandsprecher der Dresdner Bank, von der RAF ermordet. Beteiligt an dem Mord war Susanne Albrecht, Freundin der Familie Ponto. Ihre Schwester Julia, damals 13 Jahre alt, war die Patentochter von Jürgen Ponto. Dessen Tochter Corinna wiederum Patenkind der Familie Albrecht. Nach der Tat zerbrach die Verbindung zwischen den Familien.
30 Jahre später nimmt Julia Albrecht Kontakt auf zu Corinna Ponto. Es beginnt ein Dialog zwischen zwei Frauen, die beide, auf unterschiedliche Weise, von dem Terror des Deutschen Herbsts getroffen wurden. Es geht um Fragen der Schuld, der Täterschaft, der Versöhnung, und um die Aufarbeitung eines Kapitels der deutschen Geschichte, in dem immer noch viele Seiten unbeschrieben sind. Eine sehr persönliche Auseinandersetzung, die nicht nur privat ist, sondern hochpolitisch.

Mit Corinna Kirchhoff, Inka Friedrich und Guido Lambrecht


Von Julia Albrecht und Corinna Ponto
Bearbeitung: Mirko Böttcher
Technische Realisation: Peter Harsch
Regie: Annette Kurth
Produktion: WDR 2017

Ausstrahlung: 30. November 2019 in WDR 3 und 1. Dezember 2019 in WDR 5

Stand: 24.10.2019, 14:20