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Webvideoreihe "Meine Narbe" - Luisa

"Meine Narbe" - Luisa

Die lange Narbe auf Luisas Rücken stammt von einer komplexen Operation an der Wirbelsäule, die stark gekrümmt war und gerade gerichtet werden musste. Erst mit 22 bekam sie die Diagnose: Ein Gendefekt, der eine neuromuskuläre Erkrankung auslöst. Der Defekt sorgt dafür, dass Luisa nicht spüren kann, wie ihre Gelenke stehen. Ob der Arm gerade angewinkelt ist oder die Beine überschlagen sind, spürt sie nicht. Weltweit gibt es gerade einmal zwanzig bekannte Fälle. Weil die Behinderung so lange unsichtbar war, wurde sie in der Schule massiv gemobbt. Ausgrenzung, Beleidigungen und auch Übergriffe haben Luisas Schulzeit bestimmt. Die Schuld daran gaben Eltern und Lehrer*innen Luisa selber, sie sei eben "anders". Ein Kampf nicht nur gegen die Mitschüler*innen, sondern auch gegen die eigenen Selbstzweifel. Heute nennen wir sowas "Victim Blaming". Die Zeit hat ein Trauma hinterlassen, an dem sie bis heute arbeiten muss.Mit der Diagnose zu ihrer Krankheit kam endlich die Bestätigung dafür, dass sie so sein kann, wie sie ist und keine Schuld daran trägt. Als die Krümmung ihres Rücken so stark wurde, dass Luisa auch andere Symptome, wie Atemnot oder Schwindel bekam, entschied sie sich für eine Operation – die größte ihres Lebens. Heute lebt sie mit ihren Narben. Man empfahl ihr Salben und andere Mittel, die Narben auf der Haut verschwinden lassen können, aber das will Luisa nicht. Die Narben sind ein Teil von ihr. Bereits sehr früh nach ihrer Geburt wurde sie schon operiert. Die Narben sind mit Luisa zusammen gewachsen.  |  video

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